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Artemisia
(81 Texte)



Prolog

Wie leicht gäb ich mein Leben her,
noch einmal deine Worte zu empfangen,
noch einmal von deinem Glanz geblendet zu sein,
noch einmal den dir eigenen Charme zu goutieren,
noch einmal einer Reaktion deinerseits würdig zu sein.



Zwei Rosenbüsche
(06.03.2013)

Eigentlich müsste man
wie eine Katze zehn leben haben,
um im zehnten alles wieder einzurenken,
was in den neun vorher schief lief.

Aber da wir nur über ein Leben verfügen,
könnte man sich auch darauf verständigen,
dass es gut war, wie es auch immer war,
in allen Schmerzen, in allem Leid.

Gibt es nicht immer Rosen und Dornen,
gibt es eine Liebe ohne Leid,
haben wir uns nicht gesuhlt in beidem?

Haben wir denn die Harmonie gesucht,
und hätten wir diese gefunden,
wären wir nicht aneinander verwelkt,

ohne die Spannung der Reibung
und erzeugt Reibung nicht Wärme,
Wärme, die mir heute fehlt,

denn du bist nicht hier.



Einmal noch dich
(06.03.2013)

Irgendwann werden wir tot sein,
unsere Körper werden kalt sein,
blass die Haut und blau die Lippen,

einmal noch im Leben möchte ich
in deine wundertiefen Augen sehn,
einmal noch hören ein liebes Wort,

es muss nicht mal ein Kuss sein,
der meine Seele liebevoll berührt,
es reicht eine Geste, ein Wort:

Das wäre Glück für mich.



Ich warte auf dich
(06.03.2013)

Du denkst, ich bin blind
und wüsste nicht,
was du mir angetan hast:
Ich weiß alles.

Auch ich war nicht immer,
wie es sich geziemt als Mann
gegenüber einer Frau
von deinem Format.

Aber sei dir gewiss:
Es ist alles verziehen
und ich weiß, dass du einst
hierher zurückkehrst

und mir ebenfalls verzeihst:
Denn ist es nicht so,
dass jeder eine 36te Chance
verdient hat?

Na gut, kleiner Scherz,
aber du weißt, es ist
mein schwarzer Humor,
der mir hilft, zu leben.



Mein Leben für dich
(29.12.2011)

Was nützt es dir,
wenn ich dir sage,
ich mag dich,
aber nicht da bin,
wenn du mich brauchst?

Was nützt es dir,
wenn ich dir sage,
ich hab dich gern,
aber es dir nicht
täglich zeige?

Was nützt es dir,
wenn ich dir sage,
ich liebe dich,
aber mein Leben
nicht hingebe für dich?



Himmelstrost
(29.12.2011)

Die Sterne vom Himmel holen
werd ich dir niemals,
denn sie sind mein Trost:

In einsamen Dezembernächten
erzählen sie mir
  von dir.



Gebranntes Kind
(29.12.2011)

Wieviel du mir einst geschenkt hast
und was ich leichtsinnig wegwarf,
wird mir erst heute bewusst.

Du vergibst jetzt deine Küsse
und verbalen Zärtlichkeiten
nur noch sparsam und vorsichtig.

Das macht sie umso wertvoller.



Rosenkind
(29.12.2011)

Erinnerst du dich manchmal zurück
an das Kind, das du warst,
als ich dich kennenlernte
vor sieben oder acht Jahren:

Es lebt in der Vergangenheit
und braucht deine Hilfe
und wenn du an es denkst,
hörst du einen Engel weinen ...



Stille Schreie
(28.12.2011)

Die Gesten im Internet sind anders,
aber sie bedeuten dasselbe wie real,
so versteh ich deine Hilfeschreie,
höre das Grauen aus deinem Schweigen,
auch ohne den Hintergrund zu kennen.

Möchte dich rütteln, in den Arm nehmen:
dir die Haare aus dem Gesicht streichen,
die Salzflüsse einfach wegküssen,
dir sagen: Bin ja jetzt da ..

und bleibe für immer!



Herzensfeuer
(27.12.2011)

Du wirkst total cool,
das kommt davon,
weil du zu oft enttäuscht wurdest.

Deine Seele stand zu oft in Flammen
und jetzt ist da nichts mehr,
was das Feuer nähren könnte.

Aber ich kenne dich,
irgendwo in dir tief versteckt,
glüht ein Feuer heiß wie die Hölle.

Noch einmal möchte ich dich brennen sehn,
ich möchte in die Glut blasen,
mein Öl in dein Feuer gießen ..

und dich nicht mehr enttäuschen.



Seelenschloss
(27.12.2011)

Da mir die Mittel fehlen,
dir ein wirkliches Schloss zu bauen,
baue ich dir ein Schloss aus Worten:
Ein Band mit Gedichten nur für dich,
du wirst nicht reich oder berühmt dadurch,
aber wenn du die Seiten öffnest,
wirst du in jedem Buchstaben
meine offene Seele finden,
die ich mir für dich
aus dem Leib
geschrieben
habe.



Deine Worte
(27.12.2011)

Es ist weniger wichtig,
was wir uns schreiben,
als dass wir uns schreiben.

Was du mir auch schreibst,
du hast immer Recht,
denn du schreibst es mir.

Schlecht ist nur,
wenn du mir mal
nicht mehr schreibst ...



Abendfüllend
(26.12.2011)

Wenn ich dir für jedes Gedicht,
das ich dir zu verdanken habe,
eine Körperstelle küssen müsste,
gäb es an deinem Körper
keine unberührte Stelle.



Lost Paradise
(26.12.2011)

Vorbei ist die Vergangenheit,
das Leben geht weiter,
die Zeit bleibt nicht stehen,
bemerkst du feixend.

Aber ich bin Dichter,
ich lebe in der Vergangenheit,
ich lebe von der Vergangenheit
ich lebe durch die Vergangenheit.

Die Vergangenheit ist meine Gegenwart.



EAP
(26.12.2011)

Bonaventura war der Begründer
der schwarzen Romantik,
doch der erste wahre Gothic,
war der Dichter Edgar Allan Poe.
Wegen seiner schwarzen Kleidung
nannte man ihn nur den Raben.
Hätte er nicht sein Leben lang
um eine verlorene Liebe getrauert,
es gäbe wohl keine Gothicbewegung
und du würdest jetzt in der Kirche
einem bärtigen alten Manne huldigen,
der dich für die Geilheit bestraft,
die er dir selbst geschaffen hat ...



Verbalqual
(26.12.2011)

Du behandelst mich nicht gut,
doch du behandelst mich
und das ist gut.



Seelenfreundin
(23.12.2011)

Niemals hätt ich gedacht,
dass wir wieder miteinander reden,
aber wenn wir miteinander reden,
dass wir dann hier miteinander reden,
das hätt ich völlig ausgeschlossen.

Dass es aber nun einmal so ist,
zeugt nicht nur von erworbener Vernunft,
zeugt auch von einer tiefen Sympathie
und einer Liebe, unvergleichlich,
die uns zueinander zieht.

Die uns verbindet immerdar,
viel mehr als bloße Leidenschaft,
viel mehr als tierisches Begehren,
mag sein, es ist die Wärme deiner Hand,
ich kann es nicht erklären.



Two and a Half Man
(23.12.2011)

Heute frag ich mich,
warum das sein musste,
dass unsere Freundschaft zerbrach
und weiß, dass Liebe loslässt,
niemal einschränkt,
Freiräume schenkt,
und niemals
besitzen
will.



Blickwinkel
(22.12.2011)

Menschen ändern sich,
da hast du Recht:
Heute schau ich auf die Nähte,
nicht auf die Laufmaschen.



Zeitenwende
(22.12.2011)

Wie lange steht die Welt?
Und sind es nicht Sekunden,
die am Anfang standen
und dann zu Jahren wurden?

Jede Sekunde tickt uns näher
an den Tod und auch zusammen,
ein Stückchen jeden Tag:
Ich möcht dich nie mehr verliern.

Warum? Frag bitte nicht:
Ich red nicht mehr von Liebe.



Alles für dich
(21.12.2011)

Du bist in meiner Hand.
Ich werde dich festhalten.
So wie die Pflanze der Sonne folgt,
so folge ich dir.
Du wirst meine Sonne sein.
Deine Strahlen speichern
werde ich am Tag,
wenn du am Horizont erstrahlst
und davon zehren in der Nacht,
in der Dunkelheit,
wenn dein Schein
den Mond erhellt,
dass er mir künde
von dir ...



Unterschied
(20.12.2011)

Für dich bin ich
ein Freund mehr,
wenn wir uns
vertragen.

Für mich bist du
eine ganze Welt,
auch wenn wir uns
nicht vertragen.



Platonische Liebe
(19.12.2011)

kann die höchste Form
der Freundschaft sein,
aber auch die grausamste.



Dein neuer Nick
(17.12.2011)

Hab Himmel und Hölle
nach dir durchsucht
und manchmal dabei
ganz furchtbar geflucht.

Zuletzt den Teufel
am Schwanze gepackt,
da hat er mir
deinen Namen gesagt.



Depressive Jahreszeit
(15.12.2011)

Da freuen wir Gothics uns
das ganze Jahr auf den Herbst,
weil wir dann leidern können
wie Höllenhunde.

Und ist der Herbst dann da,
leiden wir wie Höllenhunde.



Sekundentraum
(13.12.2011)

In einer Sekunde
lief sein gesamtes ungelebtes Leben
vor ihm ab:

Sie trafen sich,
blieben beieinander,
lebten dieses Wunder.

An ihrem Grab dann
entglitt ihm die Orchidee,
Himmel und Erde drehten sich.

Hart schlug er auf.
Niemals vorher sah man
diese Ruhe in seinem Gesicht.

Eine Frau weinte,
verschluckte die Worte:
Bitte spring nicht!



Einmal dich
(10.12.2011)

Lass mich dein Buhle sein,
nur einmal diese Nacht,
dann bring mich vor die Stadt,
führ mich den Wölfen zu ...



Himmel und Hölle
(10.12.2011)

Ich bin mein eigener Gott,
lebe in meinem eigenen Himmel,
aber auch in meiner eigenen Hölle.

Vergiß das nicht, bevor du brichst
mit mir für alle Zeiten, alle Ewigkeiten.



Für dich
(10.12.2011)

Für mich ist jeder neue Tag
eine Neugeburt und ein Neubeginn.
Ich wunder mich dann,
wenn mir Menschen noch gram sind,
mit denen ich gestern Streit hatte:
Das Leben ist ein Flügelschlag,
ein einmaliger Augenblick,
zu kurz um nachtragend zu sein.



Rosa Noctem II
(10.12.2011)

Ich wollt, du wärest tot,
dann könnt ich weinen still
an deinem frischen Grab
und wär dir einmal nah.

Ich wollt, du wärest tot,
dann säß ich jede Nacht
an deinem kalten Stein,
besäße dich allein.

Ich wollt, du wärest tot,
dann säh ich deinen Blick
aus jedem Stern auf mich,
in jedem Stern nur dich.



Narben
(09.12.2011)

Du zeigst mir die Schnitte
in deinem Arm.
Soll ich dir
meine Seele zeigen?



Eobane
(09.12.2011)

Das sind keine Augen,
das sind Bergseen:
Wer sie einmal geblickt,
vergisst sie nie mehr ...



Who the fuck is Dani?
(15.08.2011)

Na gut, dann hab ich dich verloren,
für immer von dir verlassen,
vergess ich dich:
Radier dich aus.

Du existierst nicht mehr,
bist ein verblassender Seelenschatten,
ein wunder Punkt
in meinem Herzen.

Nichts mehr erinnert an dich,
es gibt dich nicht mehr für mich,
die Vergangenheit ist tot,
dich gab es nie.

Ich kenne dich nicht mehr,
suche nicht mehr nach dir,
du bist mir fremd,
und unbekannt:

Ein schwarzer Schatten,
eine zufällige Berührung,
ein Blick in den Abgrund,
ein Schrei in den Äther.

Aus meinen Boxen erklingt:
"Wo bist du jetzt, mein Kind er Nacht?"
und ich weiß:
Du bist jede Träne wert.



Konto geschlossen
(26.07.2011)

Du hast es wieder getan
und ich muss mich wieder schuldig fühlen.
Für mich ein Schlag ins Gesicht,
aber besser als keine Berührung.

Flucht ist niemals ein Ausweg,
willst du nicht irgendwann zu dir stehen?
Du hast doch nichts zu verbergen,
tust nichts Verbotenes, nichts Verwerfliches.

Du sehnst dich nach Zuwendung,
nach Respekt, Achtung und Aufmerksamkeit.
Du suchst das Miteinander,
suchst Gleichgesinnte, Freunde und Freundschaft.

Suchst Hände, die dich halten,
sehnst dich nach Nähe, Wärme, Liebe.
Ich verstehe das sehr gut,
fühle mit dir, empfinde genauso.

Wo ist das Problem?



Prinz Störenfried?
(26.07.2011)

Einmal ist deine HP verschwunden,
einmal ist dein Account gelöscht,
einmal verlässt du die Community,
einmal wechselst du das Forum.

Willst du nicht einmal irgendwo bleiben?
Liegt es an mir? Störe ich dich?
Störe ich deine Kreise? Dann sag es.
Ich werde mich dann fortan fernhalten.



Versprochen!
(26.07.2011)

Eigentlich wollte ich dir nie Böses,
war dir immer in Liebe zugeneigt,
in tiefem Respekt und Bewunderung,
ein Grund, dich immer wieder zu suchen.

Aber wenn ich dich in Verlegenheit bring,
wenn du meiner jetzt überdrüssig bist,
wenn du mich nicht mehr sehen, lesen willst,
wenn du mich nicht mehr magst, nicht mehr liebst,

lass ich ab von dir für immer:
Ein Wort genügt.



Für dich
(26.07.2011)

Wenn du dich nun gegen mich entscheidest,
muss ich deinen Wunsch respektieren,
muss damit zurecht kommen,
muss es annehmen,
muss stark sein:

Stark für dich.



Waldesfrust
(26.07.2011)

Heute ist ein dunkler Tag,
selbst die Krähen schweigen,
sitzen in den Bäumen
wie große, schwarze Früchte:

Der Auwald vor unserem Haus
trägt Trauer.



Deine Gedichte
(26.07.2011)

Einmal noch hätt ich gern
ein Gedicht von dir gelesen,
Du schreibst einfach*,
aber komplexe Gedanken
in eine Form zu bringen,
lesbar und verständlich,
jedem zugänglich,
ist die höchste Kunst.

*(Liebste, du hast mal betont, dass du einfach schreibst)



Suicidal Angel
(26.07.2011)

Das Liebste verlieren,
Jahre ohne Antwort,
so dahin darben
im Ungewissen:
Was ist passiert?

Nicht wissen,
was ist, was sei,
Angst haben,
vor der Konsequenz:
Ist der letzte Schritt getan?

Du bist gefährdet,
musst ich nicht Sorge tragen,
mich schuldig fühlen,
um dich,
dies edle Wesen?

Musste ich nicht suchen
nach dir?
War es falsch,
sag es mir,
bitte gib mir Antwort.

Dass du lebst,
sicherlich,
trägt jede Antwort
schon in sich,
beruhigt mich sanft.

Und ich kann
wieder schlafen,
den Schlaf nachholen,
der mir fehlte,
als du warst weg.



Worte
(26.07.2011)

Worte sind oft sehr leichtfüßig:
Man sagt etwas und es eilt schon davon,
kaum aufzuhalten und nicht zurück zu holen.

Falls ich einmal etwas gesagt haben sollte,
was ich nicht hätte gesagt haben sollen,
verzeih mir, ich bin auch nur ein Mensch.



Gesamtkunstwerk Dani
(25.07.2011)

Hab ich dich jemals aufs Geistige reduziert?
Hab ich dich jemals aufs Körperliche degradiert?
Für mich warst du immer Kopf und Bauch,
Körper und Geist, Seele und Fleisch.

Niemals hab ich dich einseitig benutzt.
Deine Zärtlichkeiten waren mir so wichtig
wie unser intellektueller Austausch:
Deine Gedichte waren wundervoll.

Deine Küsse fehlen mir wie jedes liebe Wort,
das deine Lippen dereinst formte nur für mich.
Und doch möcht ich dir einfach in die Augen schaun,
und Ruhe finden, ewig Ruhe finden -

in dir.



Freundschaft
(30.06.2011)

Wie oft denk ich an dich,
du hast dich eingefressen in mein Hirn,
du hast dich eingefräst in meine Seele.

Wie oft denk ich an dich,
du gabst dich gleichgültig zuletzt,
und ich wollte deine Liebe provozieren.

Wie oft denk ich an dich,
ich hab geblufft, auf Risiko gespielt,
das Spiel verloren, damit dich.

Wie oft denk ich an dich,
das Leben aber geht an mir vorbei,
meld dich noch einmal, nur für mich:

Ich säusle nicht von Liebe,
dieser schönen bunten Lüge,
wär Freundschaft nicht ein Fundament?

Die Liebe bricht, die Freundschaft hält.



Zeitenwende?
(30.06.2011)

Wie ist die Zeit so überflüssig ohne dich,
wie ein Sekundenzeiger, der die Zeit vertickt,
die Zeit, du uns mit jedem Tick noch tiefer trennt.

Ob uns die Zeit einstmals zusammen tickt?
Und wärst du Tick, dann möcht ich Tack dir sein,
dir folgen bis in alle Ewigkeit, wohin du immer gehst,

wie du auch immer tickst.
Ich häng an dir:
Du nimmst mich mit.



Traumdeutung
(30.06.2011)

Und wieder habe ich geträumt von dir,
wie ist das traurig, wenn man dann erwacht
in eine kalte Welt, so fern von dir.

Im Traum, da nahm ich deinen nackten Fuß,
so weich die weiße Haut, so sauber, so gepflegt,
die Zehen hab ich dir geküsst, du warst so süss.

Ich wollt dich halten, hatte sorge, dass du gehst
und dass dein edles Traumbild einfach schwindet,
wie du von mir gegangen bist und nie mehr kamst.

Warum fing ich wohl sanft und lieblich an den Füßen an?
Ich wollt dich halten, dass du nicht weglaufen kannst,
so ohne Schuhe und in meiner Hand, intim bei mir.

Dann schenkte ich dir mein Parfüm, halbvoll die Flasche,
einstens bestellt bei Teufelsküche unter andern,
vielleicht wollt ich symbolisch dich markieren mit dem Duft.

Wenn ich den Traum mir deute, analysier ich meine Angst,
dass du zurück kommst und ich die Fehler wiederhol,
wenn wir uns wieder finden einst in einer Nacht.

Doch eines schwöre ich im Jetzt und Hier:
Nie mehr würd ich dich gehen lassen
und dass ichs tat, ich hasse mich dafür.

Es gibt so viele Frauen, verfolgen mich in Rudeln
und schnipp ich mit der Hand, hab ich gleich hundert,
sie sind oft gleich, gleichgültig mir und kein Vergleich.

Doch eine gibt es nur, die ist wie du.



Seelenfreundin
(02.03.2011)

Ein Stück von dir
wird in mir weiterleben,
ein Stück von dir
hab ich mir mitgenommen,
ein Stück von dir
ist auch ein Stück von mir

und war es immer.



Liebesfackel
(01.o3.2011)

Die Fackel brennt wohl ewig noch,
die du entzündest einst in meinem Herz,
ihr Feuer lässt nicht nach.

Wie wärmt sie meine Seele still,
als wenn Erinnerung für immer bleibt
und ein Gefühl besteht,

das Liebe heißt.



Gestern und heute
(19.01.2011)

Gestern wollte ich dich
nicht zickig, nicht biestig, nicht launig:
Ich wollte dich pflegeleicht,
unkompliziert, leicht zu lenken.

Heute wäre ich froh,
du würdest noch einmal
die Zicke für mich sein, das Biest,
deine Launen an mir auslassen.

Hauptsache, du wärst bei mir.



Herzbrand

Ich wollte dich bannen,
du hast mich gebannt:
Ich zündete Feuer
und bin selbst verbrannt.

Der Nebel so schweifig,
der Mond so rot:
Das Kind bei dem Vater,
der König ist tot.



Tropfsteinhöhle Attendorn

Nenn mir ein Ding,
das ich dir nicht
geschenkt hätte.
Nenn mir eine Tat,
die ich dir
verweigert hätte.

Nenn mir eine Stunde,
in der ich nicht
an dich gedacht hätte.
Sag mir den Tag,
an dem meine Liebe
zu dir stillstand.



Geschlagene Zeit

Ich weiß nicht,
wie alt du jetzt bist
und ich selbst
lebe ohne die Zeit.
Wo treibst du dich rum,
mit wem treibst du es
und auf welche Art?
Hast du einen gefunden,
der dich schlägt?
Ich habe dich geschlagen
wie du es wolltest,
immer und immer.
Jeder Schmerz,
den ich dir zufügte,
war ein Schlag von meiner Hand,
in Liebe ausgeführt.
Du hast das Symbolische
nur nicht verstanden
und dass man über die Distanz
nicht anders schlagen kann.

Wo bist du,
liebst du mich noch?
Ich liebe dich.



Königskind

Du bist verwöhnt bis in den Po,
den ich dir hauen möchte
und doch kannst du
die Beste sein.

Wenn du liebst,
und du liebst immer,
gibst du alles und noch mehr,
das haben wir gemeinsam.

Schöne Blume der Nacht,
wer von deinem Kelch genascht,
denkt ein Leben lang an dich
und hängt dir an.

Durchschau mich nur,
der König ist von dir enttarnt
und doch wird er dich lieben
immerdar, mein Kind.



Liebe ist ...

Liebe ist ein zerbrochener Krug,
Liebe ist der Ruß in einem Schornstein,
Liebe ist eine Scherbe unter dem Schrank,
Liebe ist ein das Angebrannte in einer Pfanne,
Liebe ist das Abwasser einer Waschmaschine,
Liebe ist der saure Regen über dem Wald,
Liebe ist der Ton, wenn die Platte hängt,
Liebe ist die tote Spinne an der Wand.

Liebe ist dein Herz in meiner Hand.



Rose Dani

Die Stachel hatt ich dir abgeschnitten
und dich in eine Vase gestellt.
So besitze ich dich, dachte ich,
doch du bist mir unter der Hand verwelkt.

Eingegangen bist du mir,
weil ich dir die Wurzel nahm,
deinen Duft alleine genießen wollte,
die volle Pracht deiner Blüte.

Gepresst findest du dich in Löschblättern,
ich schau dich an und sehn mich zurück,
doch die Tränen zerknittern mir das Papier,
holen dich nicht wieder in mein Leben.

So leb ich vom Abbild deiner Selbst,
das mir in Gedanken geblieben ist,
wie die Umrisse von einem vergilbten Foto,
das man immer wieder hervorkramt,

um sich zu erinnern.



Turmfrau II

Rapunzel, Rapunzel,
lass herab goldnes Haar:
Doch sie war längst rot
und lang nicht mehr da.

Erinnerung ist ein Sadist,
der tief in deiner Seele frisst.
Laelia, erschlage mich:
Ich denke Tag und Nacht an dich.

Ich war nicht immer für dich da,
doch warst du mir im Herzen nah.
Warum würd ich sonst an dich denken
und dir noch dieses Poem schenken?

Die Geisterburg, sie steht allein,
der Turm ist längst versunken
und Geister gehen aus und ein:
Kein Kind hat mehr gewunken.

Nur manchmal noch in stiller Nacht,
wenn ich vor der Ruine sitz,
dann träum ich zart und still von dir,
als wärst du traumhaft wieder hier.

Und seh dein Haar und sehe dich,
ein Engel ohnesgleichen,
die schönste Frau immer für mich,
so schwer, von dir zu weichen.



November

Wie soll der Winter werden,
wenn schon im Herbste mir
die Worte fehlen,
weil du mir fehlst,
der du mein Sommer,
der du mir Herzenswärme warst
und Seelenlicht?

Du weißt doch,
wen ich meine,
denn nur für deine Ohren
flüstert der Wind,
hörst du in seinem Brausen, liebes Kind,
den König aus der Ferne
leise weinen.



Du sollst nicht hassen ..

Wie das beruhigend ist
für meine schwarze Seele ..

.. dass du hier bist,
wenn auch fort von mir.

.. dass du atmest,
wenn auch nicht meine Luft.

.. dass du lebst,
wenn auch ohne mich.

.. dass du liebst,
wenn auch nicht mich.

.. was du einst liebtest!



Rosenblut

Auch wenn dich
der Stachel der Rose verletzte,
so ließ er dich doch fühlen,
dass du lebst.

Die Liebe ist ein süßer Schmerz.
Ein Leben ohne Dornen
bedeutet tot sein
im Leben.



Dem Ewigen

Ich liebe dich seit Anbeginn
und werd dich immer lieben,
da kannst du machen, was du willst.

Wo einst dein Grabmal steht,
da werd auch ich vergehn.
Mein Blut soll wässern deine Erde,
dein Sarg soll meine Vase sein.

Und lange sieht der Wandrer
noch das kristallen Schwert
auf rotbenetztem Grabe stehn
und eine Orchidee sich um
die halbversunkne Klinge drehn.

Vereint im Tod
gibt es kein Du, kein Ich,
nur uns -
und ewig uns.



Du

Du könntest mich
belügen und betrügen,
du könntest mich
demütigen und erniedrigen,
du könntest mich
verraten und verkaufen
und trotzdem
würde ich dich immer lieben.

Das ist der Unterschied
zu dir und anderen Frauen.



Trennungsschmerz

Du fragst mich,
warum ich nicht lache.
Frag mich lieber,
warum ich nicht weine.
Ein Liebes verlassen,
weil man es doch
nie haben wird:
Das mag vernünftig sein,
doch immer wirst
du stille Trauer tragen
und an den einen Namen denken
und lachen wirst du
nimmermehr.



Herzunter

Es gibt ein Schmerz,
der tiefer geht
und still dir
aus der Seele schreit.

Es gibt ein Leid,
das nie vergeht
und das man nicht
mit Augen sieht.

Könntst du mir
in die Seele sehn
und könntest du
ins Herz mir hören ...



Herzsprung

Aus meinem Kopf
wollt ich dich
fallen lassen.
Über die Stirn
ins offene Auge
bist du mir geglitten.
In einer Träne gelöst
über Wange und Brust
bist du ins Herz
mir gesprungen.

Ich hatte dich nie,
aber du hast mich
immer besessen
und du besitzt mich
noch immer
und wirst mich
immer besitzen.

Meine Gedanken
werden immer
bei dir sein,
ich werde dir
immer folgen,
mein Geist wird
dich beschützen
und meine Seele
wird dich immer
lieben.



Meine Liebe

Liebe ohne besitzen wollen,
ist die reinste Form der Liebe.

Sie ist ein Quell,
der nie versiegt.
Sie ist eine Blume,
die nie verblüht.
Sie ist ein Sommer,
der nie vergeht.

Und dennoch denk ich an dich,
als wärst du alles für mich.



Für dich

Wenn du mich
heute oder morgen verlässt,
ohne ein Wort,
ohne nähere Erklärung,
dann weiß ich doch,
du warst bei mir,
warst wieder hier.
Und davon zehre ich
ein ganzes Leben.



Seelenschloss

Die Welt ist böse,
die Welt ist feindlich,
achte auf deine Worte,
achte auf deine Taten,
alles wird dir im Munde verdreht,
alles wird dir zum Nachteil gereicht,
achte auf dich,
achte auch deine Seele,
bau dir ein Schloss
und zieh darin ein
und schau dir gut an,
wem du Eintritt gewährst
und weine nicht mehr.



Fragile Orchid

Wie ist das schlimm für mich,
wenn ich im Internet lese,
wie einsam du dich fühlst,
wie allein, wie verlassen,
wie du alles in dich reinfrisst
und das zu Hass ausufern lässt,
was Liebe war und ist.

Ich kann dich nie vergessen
und trag dich immer still in mir
und denk an dich und leide.
Es tut mir weh, dich so zu sehn,
begleite dich von hier,
wohl aus der Ferne wie ein Stern,
so schweb ich über dir.

Und manchmal fasse ich dein Haar
berühre dich in deinem Schlaf,
und streichle deine Wange,
schieb dir das Kissen aus dem Kinn
und komme dir mit meinem Atem nah,
und rieche dich,
als wärst du wieder da.



Suicidal Angel

Als sie nicht reagierte auf sein Rufen,
als sich nicht öffnete die Erde,
sie nicht herausstieg zu ihm,
da betrat er die schwarze Barke.

Nur vom Wind getrieben,
von den Wellen getragen
war der Mond sein Lotse
und die Sterne sein Ziel.

Und das Meer erbebte
in turmhohen Wellen
und die Wolken weinten,
als er ankam bei ihr.



Shakespeare lesen?

Sein oder nicht sein,
das ist nicht mehr die Frage,
solange du bei mir bist
und mich liebst
und mir sagst, dass du mich liebst,
während du mich liebst.
Und dann ist Shakespeare
(der größte Poet der Weltgeschichte)
nur ein ehrenwerter Mann.



Rabenkinder

Auf der Überlandleitung,
Gefieder an Gefieder,
seh ich zwei Raben
nah beieinander sitzend,
sich wärmend,
sich schützend.

So warm und behaglich
wie die zwei Raben
fühl ich mich,
wenn ich weiß,
dass du am anderen Ende
der Leitung sitzt.

Irgendwann
werden auch wir so zusammen sein,
zwei schwarze Vögel,
Jenseitsboten,
kampferprobt gegen Angriffe
und Anfeindungen der Umwelt.

Und jeder bekommt die Augen ausgehackt,
der sich schieben will
zwischen uns.



Nitida

Ein dunkler Weg im engen Dorf,
ein schwarzer Prinz kam hier vorbei
mit schwerer Droschke, leichter Hand
und lud ein hübsches Mägdlein ein,
das einsam saß am Wegesrand.

Er fuhr mit ihr tief in die Nacht,
er nahm sie mit wohl in sein Reich,
das einst vergangen ewig lebt,
wo purpurrote Rosen wachsen
und blaue Lilien wunderschön,
wo Asgard seinen Dämon fand.

Zum Geisterschloss hin ging die Fahrt,
das trutzig steht im Nebelreich.
An kalten Mauern bricht der Wind,
der Mond schaut auf den Turm herab,
wo sie lässt wehn ihr goldnes Haar
und Harfen von Vergangnem singen.

Erinnert sich so Jahr um Jahr,
dass ich einmal ihr Liebster war.







Vergessen?

Du warst eine gute Freundin,
du warst so lieb zu mir,
du hast mir soviel gegeben,
du warst die Beste allhier.

Auf diesem dunklen Planeten,
wo leider der Mammon nur zählt,
erhielt ich eins von dir: Liebe,
du hattest mich auserwählt.

Jetzt soll ich dich vergessen?
Schon üb' ich es täglich ein,
aber tief in meinem Herzen,
bleibst du für immer mein.



Gespenst

Manch einer rennt
sein halbes Leben lang
einem Gespenst hinterher.

Und erst wenn es
zu spät ist, merkt er,
wo die wahre Liebe sitzt.

Gespenster sollte man beerdigen
in geweihter Erde
mit einem Kruzifix
auf dem kalten Herzen.

Ich war einem Gespenst verfallen
und habe einen Engel
fallen lassen.

Jetzt bin ich selbst
ein gefallener Engel.



Abschied

Du hast gesagt,
du gibst mich frei,
willst meinem Glück
im Wege stehen nicht.

Warum zerreißt das Herz mir nun?
Und Satan lässt mich mit dir leiden,
glaubst du denn, dass es fiel mir leicht,
von dir zu scheiden?

Ich liebe eine andere
seit tausend Jahren,
wie du auch liebtest einen anderen,
doch mein Gefühl zu dir war rein.

Und ist es noch,
würd' ich sonst weinen?
Soll das denn jetzt für immer enden?
ich würd' so gern dein Freund noch bleiben.

Doch kann ich dich verstehn,
denn alle Leiden
habe ich durchlitten, als ich
den Brief schrieb dir allein.

Verzeih, aber es musste sein.



Mein Stern

Die traurigsten Tränen
in einer Nacht geweint,
wegen dir,
um dich,
du mein Stern,
wie ich leide,
wie ich sterbe.
Es tut so weh,
auf deine Liebe zu verzichten,
deiner Hingabe zu entsagen,
du hast es mit mir ernst gemeint
und ich habe es beendet.
Ich weine, weine.
Nie mehr finde ich eine wie dich,
nie mehr werde ich lieben können,
nie mehr glücklich sein,
nie mehr.
Jetzt erst spüre ich,
was du mir bedeutet hast.
Kannst du mir verzeihen
und wieder meine Liebste sein?
Ich liebe dich.



Liebeslied

Zerberstende Sterne,
versinkende Städte,
glühendes Brückenstahl,
unten wälzt flüssig Blei.

Bleiben oder springen?
Im Kopf deine Frage.
Relativ wird die Zeit.
Die Antwort, mein Anker.

Liebe kennt keine Zeit!
Gerettet: Ich lebe.



Schöne Illusion

Du bist bei mir zu Besuch,
sitzt fremd am Tisch.
Ich setze mich zu dir.

Eine Kluft zwischen uns.

Traurig lege ich meinen Kopf auf die Tischplatte,
spüre plötzlich deinen Arm um meine Schulter.
Und du sprichst die Worte:

Ich liebe dich.

Jetzt ist alles anders.
Ich drehe mich um und wir verschmelzen Arm in Arm,
werden eins, lassen nie mehr voneinander los.

Dann bin ich aufgewacht.

Kannst du dir vorstellen, wie es mir erging?
Warum ich Träume hasse?
Warum ich Träume liebe?

Man dürfte nie mehr aufwachen!







Liebe?

Ich weiß, dass du mich liebst,
mehrmals am Tag sagst du es mir
und jede Mail an mich
ist ein Liebesbekenntnis.

Und als ich dir sagte,
dass ich dich nicht liebe,
da hast du geweint
und warst tieftraurig.

Ich liebe eine andere,
die meine Liebe nicht erwidert,
so verstehe ich deine Tränen,
denn es sind meine Tränen.

Aber Liebe kann man
nicht delegieren,
wie mir meine Angebetete
so schonungslos schrieb.

Doch wenn man Liebe
delegieren könnte,
dann wäre sie bei dir,
allein bei dir.



Turmfrau

Es gibt eine Liebe,
die verbrennt sich selbst,
die opfert sich selbstlos,
die bringt sich selbst auf den Scheiterhaufen.

Und doch bleibt nur diese gebrannte Liebe
ein Leben lang bestehen,
verborgen, geheim,
unsichtbar und niemals endend.

Ein Brandherd, der ewig schwelt
in einem Herzen, das leidet und schweigt
und still genießt den Schmerz
bis zum eigenen Exitus.



Fackelspruch

Siehst du die Fackel, wie sie brennt
und wie der Fackelträger sie hält?
Meine Fackel könnte er nicht halten,
denn sie brennt von allen Seiten:
Oben und unten und in der Mitte
und jetzt denkst du, dass sie
wohl schnell verglimmt.
Fackeln haben eben eine begrenzte Lebensdauer.
Aber meine Fackel ist die Fackel in meinem Herzen
und sie wird ewig brennen,
an allen Seiten:
Oben und unten und in der Mitte
immerdar und ewig
für eine, die meine Liebste war,
und die ich nie vergessen kann,
auch wenn sie böse ist auf mich.
Aber eines habe ich gelernt:
Verdamme nie, was du einst hast geliebt.
Und das ist meine Hoffnung,
dein kluger Spruch,
der mich trägt,
der dich trägt,
vielleicht zurück eines Tages
zu uns?



Rosa Noctem

Und wenn
im roten Abenddämmerlicht
der rosa Regen
küsst mein Erdengrab,
dann nehme ich es
als ein Kuss von dir,
von dir,

die mich im Leben nie geküsst.



Der letzte Romantiker
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