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Lady Scarlet II
(63 Texte)



Mein Wunsch für Euch
(04.03.2011)

Ihr seid die Schönste mir,
Ihr seid noch schöner als Morgane,
noch schöner als Ligeia war und auch Lenor.

Und wenn Ihr lieblich lacht
und wenn Ihr lächelnd Euch nur freut,
dann strahlt aus eurem Herzen eine ganze Welt.

Ich mag Euch glücklich sehn,
denn Ihr könnt wahrhaft Euch noch freun,
das Schicksal hält Euch immer alle Tränen fern.



Oh Scarlet,
(02.03.2011)

wie gern möcht ich Euch etwas sein,
was Großes, was Enormes,
doch meine Ziele waren klein:
Ich wollte nur ein Dichter sein.

Doch damit stimm ich überein:
Der Porsche irgendwann muss sein!



Freundin in der Nacht
(02.03.2011)

Kein Mensch bin ich,
der Depressionen hat,
doch manchmal ist die Welt mir kalt,
dann friere ich in meiner Seele.

Dass du dann da bist mir,
dass du dann nah bist mir,
dass du mich liest,
wie tröstet das.



Trauertage
(02.03.2011)

Ja, manchmal bin ich traurig schon,
obwohl kein Grund besteht,
dann schau ich nächtens in den Mond
und lass am Tag die Läden unten.

Bleibe für mich
in meiner Einsamkeit,
geh nicht ans Telefon
und öffne keine Tür.

Doch wenn du schriebtest,
schrieb ich dir zurück,
denn du kannst nichts dafür,
doch du schreibst nicht.

So bleib ich still allein,
und wandle wie ein Geist,
allein und ungeliebt
und dumm und dumpf.



Illusion
(27.02.2011)

Euch hier wissen,
Euren Atem spüren,
Eure Luft schmecken,
Euer Dasein inhalieren.

Haut an Haut,
Wange an Wange,
Angesicht zu Angesicht:
Welch eine Illusion.



Charles Baudelaire
(27.02.2011)

Ihr kennt nun Edgar Allan Poe,
doch kennt Ihr Baudelaire?
Er wars, der Poe nachhier gebracht,
der sein Genie entdeckte,

der mit Poes Tante schrieb,
bei der Poe wohnte bis zuletzt
und ihre Tochter wurde Poe zur Frau,
Poe heiratete seine Cousine.

Kennt Ihr Baudelaire,
der sein Schreiben zurückstellte,
um Poe zu übersetzen,
dem Meister zum Andenken?

Kennt Ihr Baudelaire,
den Dichter der "Blumen des Bösen",
der lange auf dem Index stand,
bestraft wurde, weil er frei schrieb?

Kennt Ihr Baudelaire,
der selbst der Größte war
und doch noch Größe fand,
den Besseren zu fördern?

Die Literaturgeschichte
enthält ihre eigene Dramatik:
Zum Mit- und Nachempfinden,
zum Ersticken hart, zum Weinen nah.



Mylady Scarlet
(27.02.2011)

Mein Computer fragt mich abends,
ob er runterfahren soll
und denkt sich wirklich nichts dabei.

Dabei möcht ich gern runterfahren
dann mit Euch gen Italien,
wo die verbotnen Früchte blühn.

Wo an dem Strand die Wärme wirkt,
wo der Olivenbaum gedeiht
und die Orangenblüte blüht.

Und öffnet ihre Blätter sacht,
oh lasst mich eine Biene sein,
die auf Euch fliegt und zart bestäubt.

In diesem holden Paradies,
wo nur die Liebe gibt und nimmt
und heilig stimmt jeder Moment,

als obs der letzte wär mit Euch,
Mylady Scarlet.



Hellste Stunde
(27.02.2011)

Das war ein schöner Tag,
als ich das erste Mal
auf Eurer Seite war.

Fand dort ich vieles Liebes,
Altbekanntes, Neues auch
in schwarz wie ich es liebe.

Und hinter allem standet Ihr,
das war das schönste Unterpfand,
dass Euch so lieblich ich hier traf.

Und Euch jetzt ewig lieben darf.
So wie ein Blitz schlugt ihr auf mich,
glaubt Scarlet mir, ich liebe Euch.



Burg Königstein
(26.02.2011

Mein Vater ist ein sehr romantischer Mensch
und er ging mit uns Kindern oft in die Natur,
besuchte mit uns alte Burgen und Schlösser.

Die Burg "Königstein" im Taunus war oft unser Ziel,
eine alte Ruine, hoch droben mit toller Aussicht
einem begehbaren Turm und steil abfallenden Felsen.

Unter der Burg führt ein Gang mit Nebengängen,
wo man aus Schießscharten durch die Mauern sehen kann
und ohne Taschenlampe aufgeschmissen ist.

Alles meterdickes Felsgestein und inmitten des Ganges,
zweigt eine steinerne Treppe rechts nach oben ab,
die ich erklommen habe, um auf den Burghof zu kommen.

In dem "Geheimgang" tröpfelt es herab, überall Pfützen,
oben im Burghof sieht man Unterstände für die Pferde,
der Turm bietet gute Aussicht auf die Burg "Frankenstein".

Jene Burg, zwei Kilometer Luftweg von Königstein entfernt,
die Mary Shelley seinerzeit besucht hatte
und wo sie ihren "Frankenstein" angesiedelt hatte.

Ich war kürzlich dort, bei einer Halloweenfeier,
die jedes Jahr hier gewohnheitsmäßig stattfindet,
welch ein Ereignis, welch ein Fest.

Wie hättet Ihr es genossen.



Schöne Töne
(26.02,2011)

Jetzt hatte ich doch vergessen,
- habe mich im Schreiben verloren -
etwas Musik einzulegen.

Dabei schreibe ich gerne mit Mukke,
höre zur Zeit am liebsten Tarjas
letztes Doppelalbum: What Lies Beneath.

Besser als alles von Nightwish,
einfach höllisch gut, nicht zu toppen,
zum Weinen schön, jedes einzelne Lied.

Ohne Musik bin ich kein Mensch,
brauche die Töne zum Leben, zum Denken,
zum Abschalten, zum Tanzen, zum Dasein.

Musik ist mein Leben.
Wie denkt Ihr?



Geduld
(26.02.20112)

Dies hat das Schreiben mit dem Sex gemein:
Es gibt Tage, da kann man ständig
und es gibt Tage, da laden sich die Speicher auf.

Seid also nicht enttäuscht, wenns einmal dauert:
Zwei Tage später spritzt mein Geist die Worte
wieder ein in Euren offnen Geist.

Und wenn sich Geister nicht alltäglich finden,
in Sehnsucht harren, wirds umso schöner,
weil auch Distanz die Liebe stärkt.



Bedenken
(26.02.2011)

Vielleicht habt Ihr Bedenken,
denkt, was will der Prinz von mir,
was führt er im Schilde
was will er erreichen,
wo ist der Haken?

Da kann ich Eure Furcht entkräften:
Ich will Eure Freundschaft,
dies führe ich im Schilde,
es gibt keinerlei Haken,
kein Kleingedrucktes.

Falls Euch irgendwas missfällt
oder irgendwann missfallen sollte,
sagt es nur und falls ihr
einmal keine Lust mehr habt,
geb ich es auf.

Ihr seid der Bestimmer,
Ihr sollt Euch wohlfühlen,
Ihr seid der Mittelpunkt,
Euer Seelenheil ist mir heilig,
vertraut mir einfach.

Es ist wunderschön, wie es ist,
so soll es immer bleiben
zwischen uns, zwischen Euch
und mir: Immer.
Versprochen.



Ecce Poeta!
(26.02.2011)

Darf ich die Texte hier
eigentlich verwenden?
Ihr habt sie geschrieben.

Darf ich mich über Euer
Copyright hinwegsetzen?
Ihr habt es erschaffen.

Darf ich einfach nutzen
Euer Eigentum?
Ihr habt es kreiert.

Ihr habt mir die Feder geführt.
Verfügt über die Poems:
Sie gehören Euch.

Ich selbst gehöre Euch!



Guten Morgen!
(26.02.2011)

Als ich heute Morgen
gleich nach dem Erwachen
an Euch dachte ..

Als ich dem Schicksal
wieder einmal dankte,
dass es Euch gibt ..

Als also mein Herz
im Überschwang fast vergaß
zu schlagen ..

.. da ging die Sonne auf,
trotz der Rolläden unten
an meim Fenster.

Ihr glaubt es nicht,
haltet mich für überdreht:
Schaut aus dem Fenster.



Immer bei mir
(26.02.2011)

Wie geht man doch gebeugt,
wenn einem ein Kummer das Herz beschwert.
Wie geht man doch beschwingt,
wenn man die Fledermaus im Herzen trägt.



Meine Muse III
(25.02.2011)

Wie bläßt in mir ein neuer Wind,
wie setzt er jedes Wort geschwind,
wie laut schreit jeder Satz in mir,
seitdem Ihr wieder bei mir hier.

Ich könnte tausend Texte schreiben,
wollt Ihr nur immer bei mir bleiben.
Freundin mir sein für alle Zeiten,
könnt Ihr mich nur ein wenig leiden.



Meine Muse II
(25.02.2011)

Es gibt viele Arten der Liebe:
Nur eine davon ist die Liebe
zwischen Dichter und Muse.

Die Muse mag gebunden sein:
Sie mag Freundschaften pflegen
oder in Liebschaften verpflichtet.

Die Muse mag verlobt, verheiratet sein:
Oder in anderen Bindungen glücklich,
aber sie bleibt ihrem Dichter treu.

Der Dichter wird sein Muse anbeten:
Ihr seine ungeteilte Liebe schenken,
sie als Geliebte in sein Herz schließen.

Er wird diese Liebe bewachen, beschützen:
Wird immer für seine Liebe kämpfen,
wird immer für seine Liebe da sein.

Aber er wird ihr nie zu nahe treten:
Wird ihr in Demut Respekt zollen,
wird sie achten und schützen.

Ihr seid eine Frau und ich ein Mann:
Wenn höhere Kräfte mehr verlangen irgendwann,
wer will sich gegen das Schicksal wehren?

Nach allem frag ich schüchtern an:
Sagt, Scarlet, wollt Ihr meine Muse sein?
Steht Ihr zu mir als Euer Dichter?



Meine Muse I
(25.02.2011)

Wer als Dichter seine Muse gefunden,
der mag sich glücklich schätzen:
Sie ist ihm Gefährtin, ist ihm Freundin,
sie ist ihm Schwester, ist ihm Geliebte.

Mit ihr begeht er den Tag,
mit ihr begeht er die Nacht.
Sie teilt sein Leben mit ihm,
sie teilt seine Träume mit ihm.

Sie ist ihm Quelle aller Inspiration.
Sie schreibt jeden Text mit ihm,
sie führt ihm de Facto die Feder,
sie entwirft in seiner Seele.

Der Dichter ist nur das Medium.



Besessen von Euch
(24.02.2011)

Besitz und Eigentum sind nicht dasselbe.
Ich möchte Euch weder als Besitz, noch als Eigentum.
Ich möchte Euch etwas sein:

Ich möchte Euch etwas Liebes sein.
Ich möchte Euch etwas Gutes sein.
Ich möchte Euch zur Freude sein.

Ich möchte von Euch besessen sein!



Der Rabe
(22.02.2011)

Habt Ihr gewusst,
dass Poes Rabe
in der Urform
eine Eule war?

- Allwissend und klug -

Lange schrieb er
an diesem Gedicht
und erst zuletzt
kam ihm der Rabe ein.

- Mittler zwischen Dieseits und Jenseits -

Ich sag es nur,
weil hier im Wald
des nachts mich
eine Eule ruft.

Ich liebe ihren Klang
und folge ihr,
doch find sie nicht
im dunklen Tann.

Der Raben gibt es keine hier,
nur unzählige Krähen,
die in den Bäumen sitzen
wie schwarze Früchte.



Zu den Sternen
(22.02.2011)

Als Dichter bin ich jung,
wie grade erst geboren
und was ich schreib
sind keine Arien, doch wartet ab,
bis richtig ich leg los:
Das hier sind nur Präluminarien.

Und bleibt Ihr meinen Worten treu,
schreib ich für Euch
die nächsten hundert Jahre ganz allein
und schreibe Euch und mich
mit jedem Satz, mit jedem Wort
in Kindlers Litraturgeschichte ein.

(Ihr seht, ich bau an einer Gruft,
die ein Jahrtausend überdauert.
Ich will der beste Liebesdichter sein,
für Euch, für mich und vor der Welt.)

Die Welt soll meine Bühne sein,
so schrieb einst Poe an seinen Vater:
Ich bin die die Fortsetzung von ihm
und spür sein Blut in jeder Ader.



Velvet Vampire
(22.02.2011)

Mein Herz quillt über,
denke ich an Euch.
Ob  Ihr mich auch
ein Bisschen mögt?
Dann beißt nur zu:
Ich biete Euch den Hals.



Todessehnsucht
(22.02.2011)

Verliert sich Eure Hand
in meinem langen Haar
und darf ich Euch nochmal
in Eure Augen sehn,

dann wäre sterben wunderschön.



Unsterblicher Augenblick
(21.02.2011)

Denkt Euch eine zärtliche Geste aus,
die Ihr mir angedeihen lassen wollt,
konzentriert Euch darauf

- nur einen Augenblick -

ich schwör bei allem Euch,
ich werd es spüren,
wenn Ihr es ehrlich meint.



Verbeugung
(21.02.2011)

Wenn Schönheit mit Herzenswärme,
wenn Herzenswärme mit kreativer Intelligenz,
wenn kreative Intelligenz mit Anmut ...

Scarlet, sagt: Wer hat Euch gebacken,
wo steht die Backform,
wie lautet das Rezept?

Doch frag ich nur im Spaß:
Ich weiß, Ihr seid ein Einzelstück,
nie mehr zu haben wie Ihr seid -

Und hätt ich Euch nicht jetzt,
bekäm ich Euch nie mehr,
gebt mir nur einmal Eure Hand:

Ich möchte jeden Fingerknochen küssen.



Es ist angerichtet
(21.02.2011)

Und ruht Ihr still in Eurer Gruft
und atmet nicht und kein Hauch geht,
der auf ein Leben weißt,

so tragt Ihr doch das Leben einer ganzen Welt
in Eurer Brust und Euer Mieder spannt,
wenn sie zur Mitternacht erwacht.

Wie funkeln Eure Augen,
wie glänzen Eure Zähne in der Nacht,
dann beißt Ihr zu:

Ich reich Euch meinen Hals.



Herzensfreundin
(21.02.2011)

Wie gering komm ich mir vor,
wie winzig mein Verstand,
wie klein mein Geist,
dass ich dereinst Euch gehen ließ.

Wie groß ist Euer Herz,
dass Ihr noch bei mir seid,
dass Ihr noch Worte mit mir teilt,
Gedanken mit mir lebt und Illusionen.

Befremdlich mag uns scheinen,
dass Fühlen möglich ist,
wo wir uns vage ahnen nur,
in Vorstellung und Fantasie.

Ich weiß nicht, wie Ihr denkt,
und kann nur für mich reden
und sage Euch in Ehrlichkeit:
Ich find es schön, nur wunderschön.



Mein Glück seid Ihr
(21.02.2011)

Ihr habt mein Rufen erhört,
mein Flehen vernommen
und seid zu mir geflogen.

Es gibt Euch noch für mich,
mein Herz darf auf Euch hoffen
und Eure zugeneigte Gunst.

Mein Leben ist Euer Spiegelbild,
mein Leben, das seid Ihr,
mein Leben liegt in Eurer Hand.

Ihr werdet Liebschaften knüpfen,
werdet Eure Partner wechseln,
allein ich werde bleiben.

Auf Ewig, Liebste Scarlet,
lasst uns knüpfen ein heilig Band,
 den Bund der Freundschaft.

Und wenn ich in mir trage,
Liebe, Leidenschaft für Euch,
so ist es mein Geheimnis

und soll uns nicht belasten.



Erinnerung
(20.02.2011)

Es gab Zeiten,
da flogen wir zusammen,
flogen über Dächer,
flogen über Schlösser,
flogen über Friedhöfe,
rasteten hier und dort,
hingen in Gruften
Flügel an Flügel,
hingen in Ruinen,
hingen uns an,
hingen an uns.

Ihr wart mir Vorbild
und treibende Kraft,
Euer Atem hat mich gestärkt,
Eure Stärke hat mich gestählt,
Euer Dasein gab mir Mut,
Ihr wart der Anführer,
Ihr habt mich beflügelt,
Ihr wart mir Göttin,
Ihr wart mir Leitbild,
Ihr wart mir Engel
und ihr wart mir Satan.

Ihr wart mir alles.



Gesucht: Fledermaus
(20.02.2011)

Es gibt viele Gründe
zu trauern,
aber was macht trauriger,
als die Abwesenheit
eines lieben Menschen?

Man sucht ihn in der Erinnerung,
man sucht ihn in seinen Worten,
man sucht ihn in seinem Charme,
man sucht ihn in seiner Aura,
man sucht ihn in seiner Art,

legt sich nieder und weint
wie ein Hund.



Vermisse Euch
(20.02.2011)

Hätt ich Flügel wie ein Flieger,
ich würd die Welt absuchen,

Hätt ich einen Satelitten,
ich würd jede Stadt filzen.

Hätt ich einen Ortungssender,
ich würd jedes Dorf prüfen.

Aber so hab ich nur Worte,
zu fragen: Wo seid Ihr?

Wo bleibt Ihr und was ist passiert?



Das Tier
(15.02.2011)

Seid mir Bestie,
seid mir reißendes Getier,
noch immer lieb
ich Euch dafür.

Zeigt mir die Zähne,
öffnet das Gebiss,
ich immer gern
der Dame Vortritt ließ.

Verbeißt Euch nur
in meine Lenden,
was mich nicht tötet,
darf nie enden.

Doch beiß ich dann zurück
und reiße ein Stück Fleisch,
schreit Ihr dann lauter
und vor Wonne gleich.



Wilde Rose
(15.02.2011)

Euer schlanker Körper,
eine Vase des Jugendstils.

Meine erblühte Rose
gebe ich Euch hinein.

Spürt Ihr den Stengel,
den Schmerz des Stachels?

Fühlt Ihr die Wollust?



Verlustangst
(15.02.2011)

Kennt Ihr dies Sehnen,
wenn tief im Innern
diese Sehne klingt,
die Sehnsucht singt?

Kennt Ihr dies Lied?
Kennt Ihr dies Leid?
Habt Ihr es schon gehört?
Habt Ihr es schon gefühlt?

Kennt Ihr das kleine Sterben?
Kennt Ihr den kleinen Tod?
Die Angst, allein zu sein?
Die Angst, zurück zu bleiben?

Kennt Ihr dies schwarze Loch,
dass sich in eine Seele frisst,
bis alle Sterne dunkel sind,
bis alle Welt in Schatten liegt?



Behütet Euch
(14.02.2011)

Hütet Euch vor einer Überdosis Mut,
weil zuviel Courage den Blick trübt.

Hütet Euch vor einer Überdosis Angst,
weil zuviel Furcht die Seele würgt.

Hütet Euch vor einer Überdosis Hass,
weil zuviel Wut das Herz vergiftet.

Hütet Euch vor einer Überdosis Liebe,
weil zuviel Liebe die Liebe tötet.



Eure Nähe
(09.02.2011)

Es gibt so viele Gefühle,
aber nur ein Gefühl,
wenn ich Euch nahe bin.

Nahe, weil ich an Euch denke,
nahe, weil Ihr mir schreibt,
nahe über Eure Homepage,
nahe über meine Texte.

Nahe auch,
weil ich Euch
im Herzen
trage.

Tief drin.



Lapsus
(09.02.2011)

Gäb es Euch nicht,
ich müsst Euch erfinden,
aber wie Euch erfinden,
wenn ich nicht um Euch weiß?

 Gott hat tausend Kopien
in die Welt geworfen,
aber nur wenige Originale
und ein Original seid Ihr.

Es gibt Euch nur einmal
und ihr seid gut gelungen,
ich glaube wieder an den Alten,
seitdem ich Euch kenne.

Ich war nie Satanist,
doch Gott wurde mir fremd,
aber Ihr seid ein Engel
und von Gott geschaffen.

Kreuzigt mich, es ist wahr!



Unser Himmel
(09.02.2011)

In der Nacht Eure Gruft aufsuchen,
Euch sanft wachküssen zu einem Ausflug:
Ihr bestimmt das Ziel, ich folge.
Mit Euch fliegen, allen Lustkreiseln folgen,
allen Schwenkern, allen gewagten Turns,
die Flügel einklappen und fallen lassen,
bis kurz vor dem Boden, wieder aufsteigen,
auf und hinab, auf und hinab,
Euer Flügelschlag bestimmt,
Ihr über mir oder vor mir,
fliegen zum Mond, zu den Sternen,
alles hinter uns lassen,
nur der Lust frönen,
unter unserem Himmel,
einem Höhepunkt zu,
der uns fallen lässt,
sanft unser Aufschlag.



Seid vorsichtig, wenn ich von Liebe rede
(09.02.2011)

Seid vorsichtig, wenn ich von Liebe rede,
ich liebte und ich liebe viele schöne Frauen
und die ich liebte, lieb ich noch und werd sie immer lieben.

Ihr denkt, man kann nur einen wahrhaft lieben
und meine Liebe sei ein Zeitvertreib, ein kesses Spiel,
doch spiel ich nicht: Ich fühle und ich bin in jeder

für alle Zeiten als ein Teil von mir, immer und ewig
sie in mir, zu löschen nicht und unauslöschlich.
Seid vorsichtig, wenn ich von Liebe rede.

Doch lieb ich Euch, als seis die erste Liebe
und lieg am Boden, küsse Eure Füße,
was ich bestimmt noch nie getan.



Verbeugung vor Eurer Güte
(09.02.2011)

Wie glücklich Ihr mich macht, allein durch Euer Dasein,
allein dadurch, dass Ihr mir manchmal schreibt
und vor allem, dass Ihr mir wohl verziehen habt.

Ich bin ein Verrückter, Verkappter, Verpeilter,
der an die Macht der Liebe glaubt,  auch unerlaubt
und brauche Verständnis, Vergebung, Verzeihen.

Es ist oft schwer mit mir,
aber dass Ihr bleibt:
Mein Dank dafür.



Liebe
(08.02.2011)

Wisst Ihr, wie die Liebe geht,
wisst Ihr, wie sie schlägt,
wie sie die Stunde zählt,

wisst Ihr wie ein Herz zergeht?
Dann wisst Ihr wie die Liebe geht.



Scarlet
(08.02.2011)

Manchmal schreibt man allzuviel:
Zu sagen, wie schön das ist,
dass es Euch gibt,
bedarf nur einen Satz.



Seelenwärme
(08.02.2011)

Es mag sein,
dass Ihr auch für andere
das Liebste seid.

Es mag sein,
dass Ihr auch für andere
das Schönste seid.

Es mag sein,
dass Ihr auch für andere
das  Klügste seid.

Ich liebe Euch,
weil Ihr für mich
das Wärmste seid.

Das Liebste, das Schönste,
das Klügste und das Wärmste
und meine kalte Seele

friert nicht mehr.



Von Euch
(08.02.2011)

Wie glücklich Ihr mich macht,
mit jedem kleinen Satz,
wie lass ich jedes Wort
mir tausendfach zergehn:
Es ist von Euch,
von Euch

und wieder Euch.



Traum
(08.02.2011)

Mit dir fliegen,
selbst als Fledermaus
und alte Mauern besuchen,
alte Ruinen, alte Türme,

in einer Grotte mit dir hängen,
bis ein Lichtstrahl uns verscheucht,

dir anhängen in der Nacht,
in dunklen Höhlen
bei dir sein,
dich immer neben mir.

Und dann im Leben sagen dürfen:
Das ist die Meine,
das ist meine Fledermaus.



Meine Fledermaus
(08.02.2011)

 Meine Liebe,
wie lebt Ihr Euer Leben,
wie seid Ihr für alles offen,
wie bewundere ich Euch
in allem was Ihr macht,
wie liebe ich Euch dafür.

Ich sterbe für Euch
jede Nacht.



Immer über Euch
(08.02.2011)

Ihr schlaft in kalter Gruft allein,
ich möcht jetzt gerne bei Euch sein.
Ich möchte Euren Kopf jetzt stützen,
sanft Euren tiefen Schlaf beschützen.

Ich möchte sorgen, dass Ihr ruht
und keiner Euch was Böses tut
und keiner schleicht in diese Mauer,
drum lieg ich hier still auf der Lauer.

Wer diesen heilgen Ort entehrt,
wer denkt, er könnte fleddern,
so sag ich ohne zögern,
der sieht blinken mein scharfes Schwert.



Sehnsucht
(04.02.2011)

Das Schloss ist zugesperrt,
die Hängebrücke oben,
es brennt kein Licht,
ist alles ausgeflogen?

Dabei wollt ich Euch
eben noch besuchen
mit rotem Wein
und Mohneskuchen.

Weil roter Wein
so sanft betäubt
und auch der Mohn
das Hirn bestäubt.

So wär ich gern
zu Euch gekommen
und hätt Euch
Euren Schmerz genommen.

Und hätt die Schulter
Euch gereicht,
auf dass der
böse Teufel weicht.

Der Euer Dasein
traurig macht
und Ihr dann wieder
lieblich lacht.



Rosengarten
(03.02.2011)

Mein Herz ein Ort von tausend Rosen ist
und können tausend Rosen lügen?
Und jede Rose sagt: Ich liebe dich.

Und jede Rose muss vergehn, verblühn,
nur eine Rose, die bleibt immerdar,
bleibt frisch erblüht, erhalten mir

und das seid Ihr!



Uferlos
(03.02.2011)

Manchmal denke ich,
wie wäre das,
wenn unsre Freundschaft
ewig hielte
und dauerte
und du und ich,
wir blieben dran,
behielten bei,
was uns das Schicksal
übertragen.



Meine Fledermaus
(03.02.2011)

Wieviel Frauen hält ein Despot?
Wieviel Frauen bedient ein Playboy?
Wieviel Frauen leben in einem Harem?

Egal! Mich kann keiner toppen:
Ich habe eine Fledermaus
und wer kann das von sich behaupten?

Ich liebe meine Fledermaus,
in ernsten Worten am hellichten Tag,
manchmal flapsig in der Nacht.

Humorig frech wie eine Freundin,
anrührend fühlig wie eine Geliebte,
aber immer mit dem vollen Herzen.

Liebe ist die Grundvoraussetzung,
Liebe ist der Weg ins gewagte Glück,
Liebe ist das Schwert, der Stoß ins Herz.

Mein Schwert steht für Euch.



Nur ein Leben lang
(03.02.2011)

Ein Mann und eine Frau,
zwei Menschen, eine Freundschaft.

Lasst uns zusammen bleiben,
Lasst uns zusammen halten.

Lasst uns nach jedem Sturm
unter dem Regenbogen wandeln.

Bliebt bei mir, egal was passiert,
Bleibt mir erhalten.

Nur dieses eine Leben!



Intimer Ort
(02.02.2011)

O zeigt sie mir,
o holt sie heraus,
bringt sie an die Luft,
lasst sie mich fühlen,
lasst sie mich streicheln,
öffnet sie für mich:

Eure große Seele.



Rosenherz
(01.02.2011)

Einen Menschen kann man nicht besitzen,
aber wärt - wie der Volksmund sagt - Ihr mir,
gehörte mir Euer schlagendes Herz,
ich würde es auf Rosenblättern betten.



Einsam an Euch
(31.01.1011)

Oh hätt ich einen Atemzug,
der Euch nicht inhaliert,
oh hätt ich einen Gedanken,
der Euch nicht denkt,
oh hätt ich ein Wort,
das Euch nicht umschreibt,

wie arm wäre mein Leben.



Alles für Euch
(31.01.1011)

Anzüglich ist der Unehrliche,
der es nicht authentisch meint.
Anzüglich ist der Blender,
der Liebe heuchelt für den Zweck.
Anzüglich ist der Betrüger,
der für den Vorteil lügt.

Offen ist der Ritter,
der seine Tiefen nicht verbirgt.
Offen ist der Edelmann,
der zu seinen Fantasien steht.
Offen ist der Prinz,
der sagt, was andere verschweigen.

Verwechselt das bitte nicht.
Ihr sollt in meiner Seele lesen,
aus jener blutgetauchten Feder,
die sehnend für Euch schreibt
und niemals nichts verlangt,
was Ihr nicht geben könnt.

Es gibt im Net viele Spinner,
Soziopathen und Psychopathen,
seht Euch vor denen vor.
Ich will Euch in tausend Jahren
noch gesund und frisch
und mit Euch über Dächer fliegen,

durch kalte Gruften gierig wandeln,
alte Friedhöfe suchend durchwandern,
suspekte Spuckhäuser besuchen,
Euer Ruf soll meinem folgen,
beflügelt durch die Nacht.

Bleibt mir für immer erhalten.
Bleib wie Ihr seid, wie ich Euch kenne,
für immer: Bitte!



Glück
(31.01.2011)

Euren Wangen ein Lächeln,
Eurem Herzen ein Lachen,
Eurer Seele ein Strahlen
würd ich wünschen,
hätt ich drei Wünsche frei.

Und wie glücklich wäre ich dabei ...



Silberne Silben
(31.01.2011)

Kurz nachdem ich Euren Eintrag
in meinem Gästebuch gelesen hatte,
flüsterte mein Mund zwei Silben
und wiederholte sie mehrmals,
immer und immer wieder.

Und weil es schon späte Nacht war,
schlief ich mit diesen Silben ein,
in meinem Traum hauchte es fort,
immerzu nur dies eine Wort,
nur dieser eine Name:

Scarlet.



Seelenfinsternis
(31.01.2011)

So wie die Sonne
hinter dem Meer versinkt,
vergeht mein Glück,
seid Ihr nicht hier:

Die Welt wird dunkel.



Ist das nicht bedenkenswert?
(26.01.2011)

Wir haben uns nie real gesehen,
haben nie miteinander gesprochen,
nie hab ich Euch in die Augen gesehn,
nie Eure zarte Hand gehalten,
nie betrat ich Eure Kemenate,
lag nie auf Eurem Laken,
hab nie Eure Katze gestreichelt
und doch sitz ich hier,
so viele Kilometer weg von Euch
und träum von Euch
und denk an Euch,
als ob Ihr mir  das Liebste wärt.

Sagt, ist das nicht bedenkenswert?



Mein Dank an Euch
(26.01.2011)

Einst habt Ihr Treue mir geschworen,
dann war ich lange Zeit verschollen
und jetzt nach all den vielen Jahren
streckt ihr die Hände mir entgegen
und nehmt mich offen in die Arme.

Das ist die Treue, die ich meinte.



Scarlet
(26.01.2011)

Wenn Ihr ein Getränk wärt,
das meinen Durst löschte,
würd ich Euch ausschlürfen.

Wenn Ihr eine Speise wärt,
die meinen Hunger stillte,
würd ich Euch vernaschen.

Wenn Ihr eine Droge wärt,
die meine Sucht befriedigte,
würd ich Euch einwerfen.

Da Ihr mir aber Luft seid,
die ich zum Leben brauche,
muss ich Euch ständig inhalieren.



Der Vampyr von Bielefeld
(20.01.2011)

Ne Fledermaus um Mitternacht
an meine Fensterscheibe stieß.
Und als ich öffnete, flog sie herein
und setzte sich vor mich auf meinen Tisch.

Und auf den zweiten Blick wars eine Frau,
mit weißer Haut und langem roten Haar,
die war so lieblich anzuschaun
und auch ihr Blick begehrte mich.

"Schreibt mir ein Sprüchlein, holder Dichterfürst!"
Ein Sprüchlein ziert euch nicht, zehn Dutzend
werd ich dichten und meine Seel
bekommt ihr frankenfrei dazu.



Der letzte Romantiker
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