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Fledermaus



Lady Scarlet
(89 Texte)



Für Nina

Vergilbte Runen, alte Gräber,
was der Teufel säht, das mäht er.
Wie gegeben, so zerfallen:
Nicht so hier in diesen Hallen.

Bin so oft bei dir im Geiste,
weil ich gern mit dir einst reiste
durch die kalte Mitternacht:
Hast mir soviel Spaß gebracht.

Worte können viel zerstören,
bleiben lieber ungesagt.
Werde nie mehr von dir hören:
Traurig bin ich jeden Tag.



Ein Tropfen Glück

Mein kleinstes Glück:
Euch lieben zu dürfen.
Mein größtes Glück:
Euch lieben zu dürfen.

Es war ein kurzes Glück,
aber heißt es nicht immer,
nicht die Länge sei entscheidet,
sondern die Qualität?



Vollmondnacht

Aus meinem Bett heraus
durch das Atelierfenster
sehe ich direkt auf den Mond.

Er erscheint mir
etwas größer als sonst,
seine Strahlkraft stärker,
die Krater fassbarer.

Vielleicht schaut Ihr ja auch
hin und wieder in der Nacht hinauf
in den Sternenhimmel
und unsere Blicke kreuzen sich,
ohne dass wir es mitbekommen.

Ein schöner Gedanke ...



Windmühlenstumpf

Im Teuteburger Wald
hab ich eine Fledermaus sitzen,
und denke ich am Tag an sie,
gerate ich ins Schwitzen.
Sie lebt dort wirklich wunderschön,
inmitten von viel Grünem,
ein Ort, wo Feld und Wald sich kreuzt
mit historischen Bühnen.
und denk ich in der Nacht an sie,
sie ist ja keine Nonne,
dann treff ich sie vielleicht einmal
an stiller kumstens Tonne.



Verlustangst

Seit Tagen
geht Ihr mir nicht mehr
aus dem Sinn.
Ich weiß nicht,
ob Ihr mir irgendwann wieder
aus dem Sinn geht,
aber wenn Ihr mir
aus dem Sinn geht,
ist mein Sinn,
mein Sein,
mein Leben
sinnlos.



Leidenschaft

Wenn mein Mäuslein Leiden schafft,
es mal so richtig fledert,
spür ich pure Leidenschaft:
Mein dunkles Seelchen federt.

Mancher Vamp lebt hier auf Erden,
Scarlet, die sich nicht verneigt,
musste erst geboren werden:
Dass sie mir die Zähne zeigt.

Was mich innerlich so rührte,
was mir hat so gut gefallen,
dass es mich zu ihr verführte:
Bin ihr völlig jetzt verfallen.

Liebe sie, die kleine Maus,
lieb sie gestern, heut und morgen,
sprech es nicht persönlich aus:
Soll sich nicht um mich besorgen.

Viele ham auf mich geschossen.
Dieses kleine Bengelchen
nur allein hat mich getroffen:
Wie das kleine Engelchen:

Amors Pfeil mitten ins Herz,
Andenken, das sie mir lies,
gerne leb ich diesen Schmerz:
Der da schmeckt so honigsüß.



Bleib dir treu!

Ich liebe dein leuchtendes Haar,
ich lieb deine Sommersprossen,
ich liebe deine helle Haut:
Wer dich ärgert, wird erschossen.

Du bist einmalig wie du bist,
so will ich dich immer nehmen,
drum sagt ich einmal: Bleib dir treu:
Und lass dich niemals lähmen.

Denn dumme Menschen gibt es viel,
die immer jemand suchen,
über den sie sich gern stellen:
Es sei dir Pustekuchen!



Traumgesicht

Ich bin nicht traurig, ich bin beschwingt,
von Ferne Musik einer Party klingt.
Mein Fenster ist offen, ich schlafe ein
und träum mir ein Fledermäuschen herein.

Als wär nichts passiert, als wär alles klar,
als wär meine Fledermaus wieder da,
so träum ich dahin in Flederwolken,
und möchte es über Wolken verfolgen.

Da fliegt es noch mal eine Schleife zurück,
als wollte es sagen: Ich wünsch dir Glück.
Mein Glück fliegt mit ihm auf und davon,
ich bin selbst schuld, das hab ich davon.



Scarlet!

Ein Name zieht
durch Zeit und Raum
wie alte Sage,
Feentraum.
Und was den
edlen Namen prägt:
Ein Königskind ist,
wer ihn trägt.

Spricht man ihn
leise oder lauter:
Der Name wird mir
stets vertrauter.
Ich möcht den Namen
nicht mehr missen
und seine Trägerin
gar küssen.

Als wenn ich
tausend Jahr ihn kenne,
ist mir,
wenn ich den Namen nenne.
Wie wenn ich was
am Herzen hätt,
so hämmerts immerzu:
Scarlet!



Sehnsucht

In meiner Gruft um Mitternacht,
da lieg ich eingetucht
und öffne meinen Deckel sacht,
ob Ihr mich wohl besucht.

Doch Leere nur zieht bei mir ein
und kalte, kühle Luft,
warum lasst ihr mich so allein,
bin ich denn so ein Schuft?



Bleibt bei mir

Wir schaun uns nicht an,
aber wir sehen uns.
Wir sprechen uns nicht,
aber wir verstehen uns.
Wir berühren uns nicht,
aber wir spüren uns.

Ich sage nur, bleibt bei mir,
egal was andere sagen.
Mag sein, Ihr kennt mich nicht,
doch nur ich bin für Euch
der Weg ins Licht.



Glücklich

Wie ist die Welt mir bunt,
ein Farbenmeer der Freude,
ein Freudenmeer der Hoffnung,
seitdem ich wieder lieben darf,
seitdem ich wieder begehren darf,
wieder der Sehnsucht Lied singen darf.

Wie ist die Welt mir bunt,
seitdem Ihr wieder hier seid.



Mein Schild für Euch

Wenn ich eine Armbrust hätte
oder ein Zweihandschwert,
es machte kein Unterschied.

So steh ich hinter Euch,
bewaffnet nur mit meinem Körper
und schau voraus.

Keiner könnte Euch verletzen,
keiner Euch ein Haar entfernen,
keiner Euch zu nahe treten.

Immer für Euch, immer bei Euch,
immer mit Euch, immer über Euch.

Aus der Ferne hält ein Schild
über Euch, den Euren und Eurem Namen
wie ein beschützender Schirm.

Fühlt Euch sicher unter meiner Obhut.



Die Eine unter Tausend

Wohl unter tausend Frauen
würd ich Euch heraushören.
Wohl unter tausend Frauen
könnte ich blind sagen:
Das ist meine Fledermaus.
Wohl unter tausend Frauen
könntet Ihr einzig mich verletzen
und ich würde Euch
immer verzeihen ..



Letzte Töne

Und hätt ich nur noch drei Worte,
ich würd sie richten an Euch,
meine Sprache mag dann verfallen:
Drei Worte: Ich liebe Euch!



Nachtgedanken

Wie schau ich einsam in die Nacht,
wie wein ich heimlich Liebeslieder
für eine, die mich umgebracht
und mich ermordet, immer wieder.

Denn immer, wenn ich an sie denke,
sticht da ein Dolch in meine Brust.
Wohin ich die Gedanken wende,
am Ende ende ich im Frust.

Und wenn ich an ner Brüstung stehe,
dann schau ich lustvoll schon hinab,
als wenn mein Dasein hier im Leben
schon völlig abgeschlossen hat.



Schneeprinzchen

Allein in meinem Stühlchen sitzen,
allein von meinem Tellerchen essen,
allein von meinem Brötchen nehmen,
allein von meinem Gemüschen essen,
allein mit meinem Messerchen schneiden,
allein aus meinem Becherlein trinken,
allein in meinem Bettchen sterben.

Es kommen kalte Zeiten ohne Euch.



Wahrhaftigkeit

Ihr müsst mich nicht mögen,
nur weil ich Euch mag.
Ihr müsst mich nicht begehren,
nur weil ich Euch begehre.
Ihr müsst mich nicht lieben,
nur weil ich Euch liebe.
Ihr müsst Euch nicht verzehren,
nur weil ich mich verzehre.

Ihr müsst Euch nur immer treu bleiben,
wie ich Euch treu bleibe.



Das Wunder seid Ihr

Wenn ich ein Hexenmeister wäre,
würdet Ihr jetzt neben mir sitzen.
Wenn ich ein Zauberer wäre,
würdet ihr mich jetzt umarmen.
Wenn ich ein großer Magier wäre,
würden wir uns jetzt küssen.

Doch verfüge ich nicht über Hexenkunst,
kann keine Tauben aus einem Hut zaubern
und bin unfähig, es im Sommer schneien zu lassen.

Aber ich liebe Euch
ohne Hexenkunst,
ohne Zauberei
und ohne Magie.

Einfach als natürliches Wunder.



Fast ein Ende

Jetzt schlage ich bei Hof
so lange schon für Euch die Laute
und weine meine Lieder in die Nacht.

Doch Eure Kemenate bleibt geschlossen.
Wir geben nichts! Die Tür bleibt zu!
O könnten Tränen Liebe zeugen.

Ich singe weiter, hungre, friere,
werde schwächer, sink dahin.
Die Tür bleibt zu! Wir geben nichts!

Dann ist es plötzlich totenstill,
ein Rabe flattert vor dem Mond
und ich verende fast ..



Träume

Ich möchte gerne mal für fünf Minuten
ein Multimillionär sein.
Ich möchte gerne mal für fünf Minuten
ein Hollywoodstar sein.
Ich möchte gerne mal für fünf Minuten
ein richtiger Adliger sein.
Ich möchte gerne mal für fünf Minuten
ein berühmter Sportler sein.
Ich möchte gerne mal für fünf Minuten
ein bekannter Künstler sein.
Ich möchte gerne mal für fünf Minuten
von Scarlet geliebt werden ..

.. und würd auf alle anderen Wünsche verzichten.



Wie ein Lufthund gelitten

Ich weiß nicht, wo Ihr wart,
was Ihr getan habt,
wie Eure Zeit verging,
aber ich hab Euch vermisst.

Würdet Ihr für mich empfinden,
wie ich für Euch empfinde,
Ihr wärt die letzten beiden Tage
schier vor Sehnsucht vergangen.

Und immer die Angst,
Ihr kommt nie mehr zurück.
Tut das mit mir nie mehr:
Ich liebe Euch wie nie zuvor
und geb Euch nicht mehr her.



Festität

Wenn Ihr mich besucht,
ist mein Leben ein Fest,
das ich ganz fest
festhalten möchte:
Euch und das Fest
und mein Leben
als Fest.



Immer bei Euch

Hätt ich Euch ein wenig weniger gern,
dann könnt ich wesentlich besser schlafen,
denn in jedem Traum bin ich bei Euch
und wenn ich bei Euch bin,
kann ich nicht schlafen.

Ihr denkt, der denkt sich was aus,
aber Ihr habt nicht die Fledermäuschen im Bauch,
das Kribbeln im Magen, das von Liebe zeugt,
Ihr spürt nicht die Sehnsucht,
die aus Zuneigung Liebe macht.

Ich hingegen stehe voll in Flammen
und brenne lichterloh für Euch.



Der Himmel über mir

Jetzt seid Ihr einen halben Tag nicht hier
und Ihr fehlt mir wie die Sonne,
die meinen Tag bescheint
und Ihr fehlt mir wie der Mond,
der meine Nächte beleuchtet
und Ihr fehlt mir wie die Sterne,
die mich so bunt begrüßen
und Ihr fehlt mir wie der Himmel,
der Euch geschickt hat.



Eifersucht

Eifersüchtig bin ich
auf die Bürste,
die Euch am Morgen durch die Haare fährt.

Eifersüchtig bin ich
auf die Seife,
die Euch beim Duschen überall berührt.

Eifersüchtig bin ich
auf das Handtuch,
das Eure Haut so sanft massiert.

Eifersüchtig bin ich
auf die Wäsche,
die Euren Körper packt.

Eifersüchtig bin ich
auf den Spiegel,
der Euch sieht manchmal nackt.



Meiner Muse

Wenn mich die Muse küsst, seid Ihr es,
deren Mund mein Fleisch berührt,
denn tief in meinem Herzen,
alleine Ihr die Feder führt.

Ihr seid mir Muse, Inspiration
und noch tiefer im Herzen
liebe ich Euch heimlich schon.



Seelenglück

Seid Ihr glücklich,
bin ich besselt,
seid Ihr beseelt,
bin ich glücklich.



Eure Worte

Jedes Wort ist mir wichtig,
wenn Ihr es sagt,
jede Silbe ist bedeutend,
wenn Euer Mund sie formt.



Nachtgefährtin

Gestern Abend bis tief in die Nacht,
da hab ich lange an Euch gedacht.
Seid mir nicht aus dem Sinn gekommen:
Hab Euch mit in den Schlaf genommen.

Ihr habt mir Euer Mieder gezeigt
und wart auch sonst nicht abgeneigt.
Als Eurer Liebe Gegenpfand,
erbat ich Eures Strumpfes Band.

Und zu Besiegeln unsern Bund,
nahm ich es mir wohl mit dem Mund.
Ihr denkt vielleicht, das wär zu hart,
doch schwarze Prinzen lieben zart.



Nur Euch

Es gibt für mich
nur eine Hoffnung,
nur eine Sehnsucht,
nur eine Leidenschaft,
nur eine Liebe,
seitdem ich weiß,
dass das Glück
einen Namen hat.



Alles für Euch

Wenn ich taub wäre,
würde ich Euch mit dem Bauch hören.
Wenn ich blind wäre,
würde ich Euch mit der Lunge sehen.
Wenn ich stumm wäre,
würde ich Euch mit dem Herzen reden.
Wenn ich gelähmt wäre,
würde ich Euch mit meiner Seele tragen.
Wenn ich tot wäre,
würde ich Euch noch in der Hölle lieben.



Zu Euch

Über Zäune und Bäume,
über Dächer und Schlote,
über Weiden und Wiesen,
über Brücken und Flüsse,
über Türme und Zinnen,
über Gräber und Ruinen,
über Berge und Täler ..

schlägt mein Herz
in die Nacht hinein
Euren Namen.



Fünf Sinne für Euch

Riechen: Wenn ich eine Nase wär,
würd ich Euch als Duft inhalieren.

Hören: Wenn ich ein Ohr wär,
wäre Euer Wesen mir liebliche Musik.

Sehen: Wenn ich ein Auge wär,
würd ich Euch zart mit Blicken streicheln.

Schmecken: Wenn ich ein Mund wär,
würd ich Euch drei Worte sagen.

Tasten: Wenn ich eine Hand wär,
würd ich Euch halten und nie mehr lassen.



Feentraum

Scarlet! Scarlet! Scarlet!
soll ich im Schlaf gerufen haben.
Jetzt fällt er mir wieder ein, der Traum:
Eine Fee hat mir drei Wünsche gebracht,
da hab ich wohl dreimal an Euch gedacht.



Limerick

Und von den Vampiren, den netten,
heißt eine Vampirfrau Scarletten.
Sie kommt gern durchs Fenster
wie alle Gespenster.
Ihr Charme legt mich völlig in Ketten.



Gefühlte Nähe

Wenn ein Rabe Euren Namen
in den Himmel schreit,
wenn es schwarze Rosen regnet
über Eurem Schloss,
wenn sich ein Mantel über die Pfütze legt
zu Euren Füßen,
wenn eine Klinge im Mondschein blitzt,
um Euch zu schützen,
wenn Euch eine Hand ein Taschentuch reicht,
weil Ihr weint,
dann ist Euer Prinz nicht weit.



Meine Fledermaus

Bei Vollmond und zur Mitternacht,
da hab vor Fledermäusen acht.
Sie fliegen weit, sie fliegen fort
und immer an nen andren Ort.

Doch eine fliegt gar oft zu mir,
ich treff sie immer wieder.
Bin ich beim Wein, bin ich beim Bier,
setzt sie sich zu mir nieder.

Sie sieht ja wirklich herzig aus,
in schwarzen Stieflein lecker
und wär ich nicht ein Ehrenmann,
dann schrieb ich ihr noch kecker.



Mein Wunsch für Euch
(04.03.2011)

Ihr seid die Schönste mir,
Ihr seid noch schöner als Morgane,
noch schöner als Ligeia war und auch Lenor.

Und wenn Ihr lieblich lacht
und wenn Ihr lächelnd Euch nur freut,
dann strahlt aus eurem Herzen eine ganze Welt.

Ich mag Euch glücklich sehn,
denn Ihr könnt wahrhaft Euch noch freun,
das Schicksal halt Euch immer alle Tränen fern.



Oh Scarlet,
(02.03.2011)

wie gern möcht ich Euch etwas sein,
was Großes, was Enormes,
doch meine Ziele waren klein:
Ich wollt nur Euer Dichter sein.



Freundin in der Nacht
(02.03.2011)

Kein Mensch bin ich,
der Depressionen hat,
doch manchmal ist die Welt mir kalt,
dann friere ich in meiner Seele.

Dass du dann da bist mir,
dass du dann nah bist mir,
dass du mich liest,
wie tröstet das.



Trauertage
(02.03.2011)

Ja, manchmal bin ich traurig schon,
obwohl kein Grund besteht,
dann schau ich nächtens in den Mond
und lass am Tag die Läden unten.

Bleibe für mich
in meiner Einsamkeit,
geh nicht ans Telefon
und öffne keine Tür.

Doch wenn du schriebtest,
schrieb ich dir zurück,
denn du kannst nichts dafür,
doch du schreibst nicht.

So bleib ich still allein,
und wandle wie ein Geist,
allein und ungeliebt
und dumm und dumpf.



Illusion
(27.02.2011)

Euch hier wissen,
Euren Atem spüren,
Eure Luft schmecken,
Euer Dasein inhalieren.

Haut an Haut,
Wange an Wange,
Angesicht zu Angesicht:
Welch eine Illusion.



Charles Baudelaire
(27.02.2011)

Ihr kennt nun Edgar Allan Poe,
doch kennt Ihr Baudelaire?
Er wars, der Poe nachhier gebracht,
der sein Genie entdeckte,

der mit Poes Tante schrieb,
bei der Poe wohnte bis zuletzt
und ihre Tochter wurde Poe zur Frau,
Poe heiratete seine Cousine.

Kennt Ihr Baudelaire,
der sein Schreiben zurückstellte,
um Poe zu übersetzen,
dem Meister zum Andenken?

Kennt Ihr Baudelaire,
den Dichter der "Blumen des Bösen",
der lange auf dem Index stand,
bestraft wurde, weil er frei schrieb?

Kennt Ihr Baudelaire,
der selbst der Größte war
und doch noch Größe fand,
den Besseren zu fördern?

Die Literaturgeschichte
enthält ihre eigene Dramatik:
Zum Mit- und Nachempfinden,
zum Ersticken hart, zum Weinen nah.



Bedenken
(26.02.2011)

Vielleicht habt Ihr Bedenken,
denkt, was will der Prinz von mir,
was führt er im Schilde
was will er erreichen,
wo ist der Haken?

Da kann ich Eure Furcht entkräften:
Ich will Eure Freundschaft,
dies führe ich im Schilde,
es gibt keinerlei Haken,
kein Kleingedrucktes.

Falls Euch irgendwas missfällt
oder irgendwann missfallen sollte,
sagt es nur und falls ihr
einmal keine Lust mehr habt,
geb ich es auf.

Ihr seid der Bestimmer,
Ihr sollt Euch wohlfühlen,
Ihr seid der Mittelpunkt,
Euer Seelenheil ist mir heilig,
vertraut mir einfach.

Es ist wunderschön, wie es ist,
so soll es immer bleiben
zwischen uns, zwischen Euch
und mir: Immer.
Versprochen.



Ecce Poeta!
(26.02.2011)

Darf ich die Texte hier
eigentlich verwenden?
Ihr habt sie geschrieben.

Darf ich mich über Euer
Copyright hinwegsetzen?
Ihr habt es erschaffen.

Darf ich einfach nutzen
Euer Eigentum?
Ihr habt es kreiert.

Ihr habt mir die Feder geführt.
Verfügt über die Poems:
Sie gehören Euch.

Ich selbst gehöre Euch!



Guten Morgen!
(26.02.2011)

Als ich heute Morgen
gleich nach dem Erwachen
an Euch dachte ..

Als ich dem Schicksal
wieder einmal dankte,
dass es Euch gibt ..

Als also mein Herz
im Überschwang fast vergaß
zu schlagen ..

.. da ging die Sonne auf,
trotz der Rolläden unten
an meim Fenster.



Immer bei mir
(26.02.2011)

Wie geht man doch gebeugt,
wenn einem ein Kummer das Herz beschwert.
Wie geht man doch beschwingt,
wenn man die Fledermaus im Herzen trägt.



Besessen von Euch
(24.02.2011)

Besitz und Eigentum sind nicht dasselbe.
Ich möchte Euch weder als Besitz, noch als Eigentum.
Ich möchte Euch etwas sein:

Ich möchte Euch etwas Liebes sein.
Ich möchte Euch etwas Gutes sein.
Ich möchte Euch zur Freude sein.

Ich möchte von Euch besessen sein!



Velvet Vampire
(22.02.2011)

Mein Herz quillt über,
denke ich an Euch.
Ob  Ihr mich auch
ein Bisschen mögt?
Dann beißt nur zu:
Ich biete Euch den Hals.



Todessehnsucht
(22.02.2011)

Verliert sich Eure Hand
in meinem langen Haar
und darf ich Euch nochmal
in Eure Augen sehn,

dann wäre sterben wunderschön.



Unsterblicher Augenblick
(21.02.2011)

Denkt Euch eine zärtliche Geste aus,
die Ihr mir angedeihen lassen wollt,
konzentriert Euch darauf

- nur einen Augenblick -

ich schwör bei allem Euch,
ich werd es spüren,
wenn Ihr es ehrlich meint.



Verbeugung
(21.02.2011)

Wenn Schönheit mit Herzenswärme,
wenn Herzenswärme mit kreativer Intelligenz,
wenn kreative Intelligenz mit Anmut ...

Scarlet, sagt: Wer hat Euch gebacken,
wo steht die Backform,
wie lautet das Rezept?

Doch frag ich nur im Spaß:
Ich weiß, Ihr seid ein Einzelstück,
nie mehr zu haben wie Ihr seid -

Und hätt ich Euch nicht jetzt,
bekäm ich Euch nie mehr,
gebt mir nur einmal Eure Hand:

Ich möchte jeden Fingerknochen küssen.



Es ist angerichtet
(21.02.2011)

Und ruht Ihr still in Eurer Gruft
und atmet nicht und kein Hauch geht,
der auf ein Leben weißt,

so tragt Ihr doch das Leben einer ganzen Welt
in Eurer Brust und Euer Mieder spannt,
wenn sie zur Mitternacht erwacht.

Wie funkeln Eure Augen,
wie glänzen Eure Zähne in der Nacht,
dann beißt Ihr zu:

Ich reich Euch meinen Hals.



Herzensfreundin
(21.02.2011)

Wie gering komm ich mir vor,
wie winzig mein Verstand,
wie klein mein Geist,
dass ich dereinst Euch gehen ließ.

Wie groß ist Euer Herz,
dass Ihr noch bei mir seid,
dass Ihr noch Worte mit mir teilt,
Gedanken mit mir lebt und Illusionen.

Befremdlich mag uns scheinen,
dass Fühlen möglich ist,
wo wir uns vage ahnen nur,
in Vorstellung und Fantasie.

Ich weiß nicht, wie Ihr denkt,
und kann nur für mich reden
und sage Euch in Ehrlichkeit:
Ich find es schön, nur wunderschön.



Mein Glück seid Ihr
(21.02.2011)

Ihr habt mein Rufen erhört,
mein Flehen vernommen
und seid zu mir geflogen.

Es gibt Euch noch für mich,
mein Herz darf auf Euch hoffen
und Eure zugeneigte Gunst.

Mein Leben ist Euer Spiegelbild,
mein Leben, das seid Ihr,
mein Leben liegt in Eurer Hand.

Ihr werdet Liebschaften knüpfen,
werdet Eure Partner wechseln,
allein ich werde bleiben.

Auf Ewig, Liebste Scarlet,
lasst uns knüpfen ein heilig Band,
 den Bund der Freundschaft.

Und wenn ich in mir trage,
Liebe, Leidenschaft für Euch,
so ist es mein Geheimnis

und soll uns nicht belasten.



Erinnerung
(20.02.2011)

Es gab Zeiten,
da flogen wir zusammen,
flogen über Dächer,
flogen über Schlösser,
flogen über Friedhöfe,
rasteten hier und dort,
hingen in Gruften
Flügel an Flügel,
hingen in Ruinen,
hingen uns an,
hingen an uns.

Ihr wart mir Vorbild
und treibende Kraft,
Euer Atem hat mich gestärkt,
Eure Stärke hat mich gestählt,
Euer Dasein gab mir Mut,
Ihr wart der Anführer,
Ihr habt mich beflügelt,
Ihr wart mir Göttin,
Ihr wart mir Leitbild,
Ihr wart mir Engel
und ihr wart mir Satan.

Ihr wart mir alles.



Gesucht: Fledermaus
(20.02.2011)

Es gibt viele Gründe
zu trauern,
aber was macht trauriger,
als die Abwesenheit
eines lieben Menschen?

Man sucht ihn in der Erinnerung,
man sucht ihn in seinen Worten,
man sucht ihn in seinem Charme,
man sucht ihn in seiner Aura,
man sucht ihn in seiner Art,

legt sich nieder und weint
wie ein Hund.



Vermisse Euch
(20.02.2011)

Hätt ich Flügel wie ein Flieger,
ich würd die Welt absuchen,

Hätt ich einen Satelitten,
ich würd jede Stadt filzen.

Hätt ich einen Ortungssender,
ich würd jedes Dorf prüfen.

Aber so hab ich nur Worte,
zu fragen: Wo seid Ihr?

Wo bleibt Ihr und was ist passiert?



Das Tier
(15.02.2011)

Seid mir Bestie,
seid mir reißendes Getier,
noch immer lieb
ich Euch dafür.

Zeigt mir die Zähne,
öffnet das Gebiss,
ich immer gern
der Dame Vortritt ließ.

Verbeißt Euch nur
in meine Lenden,
was mich nicht tötet,
darf nie enden.

Doch beiß ich dann zurück
und reiße ein Stück Fleisch,
schreit Ihr dann lauter
und vor Wonne gleich.



Wilde Rose
(15.02.2011)

Euer schlanker Körper,
eine Vase des Jugendstils.

Meine erblühte Rose
gebe ich Euch hinein.

Spürt Ihr den Stengel,
den Schmerz des Stachels?

Fühlt Ihr die Wollust?



Verlustangst
(15.02.2011)

Kennt Ihr dies Sehnen,
wenn tief im Innern
diese Sehne klingt,
die Sehnsucht singt?

Kennt Ihr dies Lied?
Kennt Ihr dies Leid?
Habt Ihr es schon gehört?
Habt Ihr es schon gefühlt?

Kennt Ihr das kleine Sterben?
Kennt Ihr den kleinen Tod?
Die Angst, allein zu sein?
Die Angst, zurück zu bleiben?

Kennt Ihr dies schwarze Loch,
dass sich in eine Seele frisst,
bis alle Sterne dunkel sind,
bis alle Welt in Schatten liegt?



Behütet Euch
(14.02.2011)

Hütet Euch vor einer Überdosis Mut,
weil zuviel Courage den Blick trübt.

Hütet Euch vor einer Überdosis Angst,
weil zuviel Furcht die Seele würgt.

Hütet Euch vor einer Überdosis Hass,
weil zuviel Wut das Herz vergiftet.

Hütet Euch vor einer Überdosis Liebe,
weil zuviel Liebe die Liebe tötet.



Eure Nähe
(09.02.2011)

Es gibt so viele Gefühle,
aber nur ein Gefühl,
wenn ich Euch nahe bin.

Nahe, weil ich an Euch denke,
nahe, weil Ihr mir schreibt,
nahe über Eure Homepage,
nahe über meine Texte.

Nahe auch,
weil ich Euch
im Herzen
trage.

Tief drin.



Lapsus
(09.02.2011)

Gäb es Euch nicht,
ich müsst Euch erfinden,
aber wie Euch erfinden,
wenn ich nicht um Euch weiß?

 Gott hat tausend Kopien
in die Welt geworfen,
aber nur wenige Originale
und ein Original seid Ihr.

Es gibt Euch nur einmal
und ihr seid gut gelungen,
ich glaube wieder an den Alten,
seitdem ich Euch kenne.

Ich war nie Satanist,
doch Gott wurde mir fremd,
aber Ihr seid ein Engel
und von Gott geschaffen.

Kreuzigt mich, es ist wahr!



Unser Himmel
(09.02.2011)

In der Nacht Eure Gruft aufsuchen,
Euch sanft wachküssen zu einem Ausflug:
Ihr bestimmt das Ziel, ich folge.
Mit Euch fliegen, allen Lustkreiseln folgen,
allen Schwenkern, allen gewagten Turns,
die Flügel einklappen und fallen lassen,
bis kurz vor dem Boden, wieder aufsteigen,
auf und hinab, auf und hinab,
Euer Flügelschlag bestimmt,
Ihr über mir oder vor mir,
fliegen zum Mond, zu den Sternen,
alles hinter uns lassen,
nur der Lust frönen,
unter unserem Himmel,
einem Höhepunkt zu,
der uns fallen lässt,
sanft unser Aufschlag.



Seid vorsichtig, wenn ich von Liebe rede
(09.02.2011)

Seid vorsichtig, wenn ich von Liebe rede,
ich liebte und ich liebe viele schöne Frauen
und die ich liebte, lieb ich noch und werd sie immer lieben.

Ihr denkt, man kann nur einen wahrhaft lieben
und meine Liebe sei ein Zeitvertreib, ein kesses Spiel,
doch spiel ich nicht: Ich fühle und ich bin in jeder

für alle Zeiten als ein Teil von mir, immer und ewig
sie in mir, zu löschen nicht und unauslöschlich.
Seid vorsichtig, wenn ich von Liebe rede.

Doch lieb ich Euch, als seis die erste Liebe
und lieg am Boden, küsse Eure Füße,
was ich bestimmt noch nie getan.



Verbeugung vor Eurer Güte
(09.02.2011)

Wie glücklich Ihr mich macht, allein durch Euer Dasein,
allein dadurch, dass Ihr mir manchmal schreibt
und vor allem, dass Ihr mir wohl verziehen habt.

Ich bin ein Verrückter, Verkappter, Verpeilter,
der an die Macht der Liebe glaubt,  auch unerlaubt
und brauche Verständnis, Vergebung, Verzeihen.

Es ist oft schwer mit mir,
aber dass Ihr bleibt:
Mein Dank dafür.



Liebe
(08.02.2011)

Wisst Ihr, wie die Liebe geht,
wisst Ihr, wie sie schlägt,
wie sie die Stunde zählt,

wisst Ihr wie ein Herz zergeht?
Dann wisst Ihr wie die Liebe geht.



Scarlet
(08.02.2011)

Manchmal schreibt man allzuviel:
Zu sagen, wie schön das ist,
dass es Euch gibt,
bedarf nur einen Satz.



Seelenwärme
(08.02.2011)

Es mag sein,
dass Ihr auch für andere
das Liebste seid.

Es mag sein,
dass Ihr auch für andere
das Schönste seid.

Es mag sein,
dass Ihr auch für andere
das  Klügste seid.

Ich liebe Euch,
weil Ihr für mich
das Wärmste seid.

Das Liebste, das Schönste,
das Klügste und das Wärmste
und meine kalte Seele

friert nicht mehr.



Von Euch
(08.02.2011)

Wie glücklich Ihr mich macht,
mit jedem kleinen Satz,
wie lass ich jedes Wort
mir tausendfach zergehn:
Es ist von Euch,
von Euch

und wieder Euch.



Traum
(08.02.2011)

Mit dir fliegen,
selbst als Fledermaus
und alte Mauern besuchen,
alte Ruinen, alte Türme,

in einer Grotte mit dir hängen,
bis ein Lichtstrahl uns verscheucht,

dir anhängen in der Nacht,
in dunklen Höhlen
bei dir sein,
dich immer neben mir.

Und dann im Leben sagen dürfen:
Das ist die Meine,
das ist meine Fledermaus.



Meine Fledermaus
(08.02.2011)

 Meine Liebe,
wie lebt Ihr Euer Leben,
wie seid Ihr für alles offen,
wie bewundere ich Euch
in allem was Ihr macht,
wie liebe ich Euch dafür.

Ich sterbe für Euch
jede Nacht.



Immer über Euch
(08.02.2011)

Ihr schlaft in kalter Gruft allein,
ich möcht jetzt gerne bei Euch sein.
Ich möchte Euren Kopf jetzt stützen,
sanft Euren tiefen Schlaf beschützen.

Ich möchte sorgen, dass Ihr ruht
und keiner Euch was Böses tut
und keiner schleicht in diese Mauer,
drum lieg ich hier still auf der Lauer.

Wer diesen heilgen Ort entehrt,
wer denkt, er könnte fleddern,
so sag ich ohne zögern,
der sieht blinken mein scharfes Schwert.



Sehnsucht
(04.02.2011)

Das Schloss ist zugesperrt,
die Hängebrücke oben,
es brennt kein Licht,
ist alles ausgeflogen?

Dabei wollt ich Euch
eben noch besuchen
mit rotem Wein
und Mohneskuchen.

Weil roter Wein
so sanft betäubt
und auch der Mohn
das Hirn bestäubt.

So wär ich gern
zu Euch gekommen
und hätt Euch
Euren Schmerz genommen.

Und hätt die Schulter
Euch gereicht,
auf dass der
böse Teufel weicht.

Der Euer Dasein
traurig macht
und Ihr dann wieder
lieblich lacht.



Rosengarten
(03.02.2011)

Mein Herz ein Ort von tausend Rosen ist
und können tausend Rosen lügen?
Und jede Rose sagt: Ich liebe dich.

Und jede Rose muss vergehn, verblühn,
nur eine Rose, die bleibt immerdar,
bleibt frisch erblüht, erhalten mir

und das seid Ihr!



Uferlos
(03.02.2011)

Manchmal denke ich,
wie wäre das,
wenn unsre Freundschaft
ewig hielte
und dauerte
und du und ich,
wir blieben dran,
behielten bei,
was uns das Schicksal
übertragen.



Meine Fledermaus
(03.02.2011)

Wieviel Frauen hält ein Despot?
Wieviel Frauen bedient ein Playboy?
Wieviel Frauen leben in einem Harem?

Egal! Mich kann keiner toppen:
Ich habe eine Fledermaus
und wer kann das von sich behaupten?

Ich liebe meine Fledermaus,
in ernsten Worten am hellichten Tag,
manchmal flapsig in der Nacht.

Humorig frech wie eine Freundin,
anrührend fühlig wie eine Geliebte,
aber immer mit dem vollen Herzen.

Liebe ist die Grundvoraussetzung,
Liebe ist der Weg ins gewagte Glück,
Liebe ist das Schwert, der Stoß ins Herz.

Mein Schwert steht für Euch.



Nur ein Leben lang
(03.02.2011)

Ein Mann und eine Frau,
zwei Menschen, eine Freundschaft.

Lasst uns zusammen bleiben,
Lasst uns zusammen halten.

Lasst uns nach jedem Sturm
unter dem Regenbogen wandeln.

Bliebt bei mir, egal was passiert,
Bleibt mir erhalten.

Nur dieses eine Leben!



Intimer Ort
(02.02.2011)

O zeigt sie mir,
o holt sie heraus,
bringt sie an die Luft,
lasst sie mich fühlen,
lasst sie mich streicheln,
öffnet sie für mich:

Eure große Seele.



Rosenherz
(01.02.2011)

Einen Menschen kann man nicht besitzen,
aber wärt - wie der Volksmund sagt - Ihr mir,
gehörte mir Euer schlagendes Herz,
ich würde es auf Rosenblättern betten.



Einsam an Euch
(31.01.1011)

Oh hätt ich einen Atemzug,
der Euch nicht inhaliert,
oh hätt ich einen Gedanken,
der Euch nicht denkt,
oh hätt ich ein Wort,
das Euch nicht umschreibt,

wie arm wäre mein Leben.



Glück
(31.01.2011)

Euren Wangen ein Lächeln,
Eurem Herzen ein Lachen,
Eurer Seele ein Strahlen
würd ich wünschen,
hätt ich drei Wünsche frei.

Und wie glücklich wäre ich dabei ...



Silberne Silben
(31.01.2011)

Kurz nachdem ich Euren Eintrag
in meinem Gästebuch gelesen hatte,
flüsterte mein Mund zwei Silben
und wiederholte sie mehrmals,
immer und immer wieder.

Und weil es schon späte Nacht war,
schlief ich mit diesen Silben ein,
in meinem Traum hauchte es fort,
immerzu nur dies eine Wort,
nur dieser eine Name:

Scarlet.



Seelenfinsternis
(31.01.2011)

So wie die Sonne
hinter dem Meer versinkt,
vergeht mein Glück,
seid Ihr nicht hier:

Die Welt wird dunkel.



Ist das nicht bedenkenswert?
(26.01.2011)

Wir haben uns nie real gesehen,
haben nie miteinander gesprochen,
nie hab ich Euch in die Augen gesehn,
nie Eure zarte Hand gehalten,
nie betrat ich Eure Kemenate,
lag nie auf Eurem Laken,
hab nie Eure Katze gestreichelt
und doch sitz ich hier,
so viele Kilometer weg von Euch
und träum von Euch
und denk an Euch,
als ob Ihr mir  das Liebste wärt.

Sagt, ist das nicht bedenkenswert?



Mein Dank an Euch
(26.01.2011)

Einst habt Ihr Treue mir geschworen,
dann war ich lange Zeit verschollen
und jetzt nach all den vielen Jahren
streckt ihr die Hände mir entgegen
und nehmt mich offen in die Arme.

Das ist die Treue, die ich meinte.



Scarlet
(26.01.2011)

Wenn Ihr ein Getränk wärt,
das meinen Durst löschte,
würd ich Euch ausschlürfen.

Wenn Ihr eine Speise wärt,
die meinen Hunger stillte,
würd ich Euch verköstigen.

Wenn Ihr eine Droge wärt,
die meine Sucht befriedigte,
würd ich Euch einwerfen.

Da Ihr mir aber Luft seid,
die ich zum Leben brauche,
muss ich Euch ständig inhalieren.



Poesiepalast (PP)
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